Stadtgespräch: Der Kölner Dom wackelt!

10.01.2013

Der Kölner Dom leidet unter Erschütterungen: seit die neue U-Bahn-Linie 5 direkt am Dom vorbeifährt, klagt Dompropst Norbert Feldhoff über hörbare Auswirkungen. Grund zur Besorgnis? Immerhin stürzte das Stadtarchiv in Folge des U-Bahn-Baus zusammen.

Der Kölner Dom und der Hauptbahnhof (r.) aus der Luft. Foto: © Roberto Pfeil/dapd

Im „Stadtgespräch“ rufen wir unregelmäßig in deutschen Städten an und fragen, was dort wohl gerade so diskutiert wird. Und heute gibt es Grund zum Anruf in Köln.

An der neuen U-Bahn-Linie 5 soll es liegen, dass im Kölner Dom Vibrationen zu spüren und auch zu hören sind. Allerdings konnte das von den Messwerten der fünf Seismografen, die schon im Jahr 2010 von der Erdbebenstation Bensberg im Dom installiert wurden, bisher nicht nachgewiesen werden. Die Glocken des Doms würden da mehr Vibrationen verursachen, so Professor Klaus-G. Hinzen, der die 15 Kilometer östlich von Köln gelegene Erdbebenstation in Bensberg leitet.

Trotzdem ordneten die Kölner Verkehrsbetriebe an, dass U-Bahnen den Dom nur noch mit 20 km/h anstatt wie bisher mit 30 Sachen passieren dürfen.

Wie das Thema von den Kölnern wahrgenommen wird und ob man nur noch mit schlechtem Gewissen U-Bahn fahren kann, klären wir im Stadtgespräch vor Ort mit Christoph Kotschate.