Stadtgespräch: Duisburg streitet um die Horst-Schimanski-Gasse

11.03.2014

Tatortkomissar Horst Schimanski ist Kult - deswegen soll in Duisburg-Ruhort nun auch eine bislang namenlose Gasse nach ihm benannt werden. Doch nicht alle Duisburger sind von dem Straßennamen begeistert. Zeit für ein Stadtgespräch.

Duisburg-Ruhrort. Mitten im Ruhrpott liegt hier ein Stadtteil, den wohl unter normalen Umständen nicht viel mehr Menschen kennen würden als die dortigen Bewohner. Vor über 22 Jahren ist aber eine Figur im deutschen Fernsehen aufgetaucht, die diesem Stadtteil mitunter zweifelhafte Bekanntheit eingebracht hat – Horst Schimanski ist sein Name.

Landeskorrespondent für Nordrhein-Westfalen bei der FAZ. Foto: © FAZ.netReiner BurgerLandeskorrespondent für Nordrhein-Westfalen bei der FAZ. Foto: © FAZ.net 

Der ruppige Tatort-Kommissar hat in 29 Fällen mitten in Duisburg ermittelt und hat sich mit seiner schnoddrigen und barschen Art nicht nur Freunde unter den Zuschauern gemacht. Nun wird die Figur Horst Schimanski erneut zum Politikum – eine bislang namenlose Gasse soll künftig seinen Namen tragen. Was bei Tatort-Fans auf große Zustimmung trifft, ist für die Stadtverwaltung ein Gräuel – sie lehnen eine Horst-Schimanski-Gasse ab.

Worum es bei dem Streit genau geht, haben wir mit Reiner Burger besprochen. Er ist Landeskorrespondent für Nordrhein-Westfalen bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.