Stadtgespräch: Oktoberfest – Ein Hendl im Hotel

20.09.2011

Auf dem Oktoberfest steht für viele der Exzess im Mittelpunkt. Dabei wird sich um Lebensmittelverschwendung und Ökologie wenig gekümmert. Der Künstler Tommy Schmidt hat sich dem Thema auf ungewöhnliche Weise genähert.

Mehr als eine halbe Million solcher Brathähnchen werden auf dem Oktoberfest verkauft - die wenigsten davon stammen aus biologischer Zucht. Foto: © Maren Beßler Link zu pixelio.de

bescherte Calimera ein paar nette Urlaubstage mit Vollpension.Tommy Schmidtbescherte Calimera ein paar nette Urlaubstage mit Vollpension.  

Mit über sechs Millionen Besuchern zählt die Wiesn zu den größten Volksfesten der Welt. Auf der Münchener Theresienwiese werden in knapp drei Wochen nicht nur unzählige Liter Bier verzehrt, sondern auch über eine halbe Million Brathähnchen oder „Hendl“, wie der Münchner sagt.

Unter allen Anbietern der gebratenen Hühnerhälften ist nur einer, der komplett auf Bio-Geflügel setzt – zu wenig, finden nicht nur Tierrechtler. Zusammen mit einer Tierschützerin hat der Künstler Tommy Schmidt jetzt das Projekt „Ein Wiesn-Hotel für ein Huhn“ ins Leben gerufen.

Dabei zieht die Henne „Calimera“ in ein Hotel direkt beim Oktoberfest ein – für immerhin 160 Euro pro Nacht. Das ganze kann man dann auch noch auf Youtube, Facebook oder per Webcam verfolgen. Was hinter der Aktion steckt, beantwortet der Künstler im detektor.fm-Interview selbst: