Stadtgespräch: Verbot für “Hallo” und “Tschüss” an Passauer Schule

07.02.2012

Wie sollten Schüler ihre Lehrer begrüßen? Mit "Grüß Gott" statt "Hallo" - findet eine Passauer Rektorin und verbannt auch gleich das "Tschüss" aus dem Schul-Wortschatz. Löbliche Maßnahme für mehr Respekt oder übertriebenes Verbot?

Schüler an einer Passauer Schule sollen statt “Hallo” das bayerische “Grüß Gott” als Begrüßungsfloskel verwenden. Foto: © Johannes Simon/dapd

ist Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes.Max Schmidtist Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbandes. 

Finden Sie die Begrüßung „Hallo“ respektlos? In den meisten Fällen wahrscheinlich nicht. Eine Passauer Schuldirektorin sieht das anders: Sie hat ihre Schule zur „Hallo- und Tschüss-freien Zone“ erklärt.

Diese Wörter seien zu unhöflich, findet die Rektorin. Außerdem müssen die Schüler auf das Berufsleben vorbereitet werden und dort seien flapsige Grußformeln unangebracht. Stattdessen sollen die Schüler „Grüß Gott“ und „Auf Wiedersehen“ sagen.

Aber wie wird das im restlichen Bayern gesehen? Als eine löbliche Maßnahme, um den Schülern Respekt beizubringen? Oder als ein übertriebenes Verbot? Darüber haben wir mit dem Vorsitzenden des Bayerischen Philologenverbandes Max Schmidt gesprochen.