Sterben in Irland die Pubs aus?

08.10.2013

Das Irish Pub ist der Inbegriff irischer Lebenskultur und zugleich Touristenmagnet. Aber die goldenen Zeiten sind offenbar vorbei. Denn in immer mehr Pubs bleiben die Gäste weg. Damit wächst die Angst, dass Irland einen wichtigen Teil seiner Kultur verliert.

Hier spielt das Leben: Irish Pubs sind die Lieblingstreffpunkte der Iren. Foto: © Andrzej Barabasz, Wikimedia Commons

Irland-Korrespondent der taz (Foto: © Derek Speirs)Ralf SotschekIrland-Korrespondent der taz (Foto: © Derek Speirs) 

Auch in Deutschland erfreuen sich Irish Pubs großer Beliebtheit. Man findet sie fast an jeder Ecke. In ihrer Heimat Irland sind sie fester Bestandteil des Alltags.

Iren nutzen Pubs als zentralen, regelmäßigen Treffpunkt. Oft werden sie daher auch als „das zweite Wohnzimmer der Iren“ bezeichnet.

Irish Pubs: Mehr als nur eine Kneipe

Man kann Irish Pubs als soziale Einrichtung verstehen. Denn hier treffen sich Freunde, diskutieren über Rugby-Spiele und singen gemeinsam irische Lieder. Natürlich darf dabei das Nationalgetränk der Iren nicht fehlen: Ein kühles Guinness.

Wo bleiben die Gäste? Wo bleibt die Gemeinschaft?

Doch die goldenen Zeiten der Pubs sind offenbar vorbei. Im vergangenen Jahr sind die Umsätze drastisch gesunken. In vielen Pubs bleiben die Gäste aus. Viele Pub-Betreiber hoffen nicht länger auf bessere Zeiten, sondern geben ihre Geschäfte auf.

Über die Gründe für das Pub-Sterben und die Folgen für die irische Kultur, haben wir mit Ralf Sotschek, Irland-Korrespondent der taz, gesprochen.

Im Schnitt macht fast jeden Tag eine Kneipe zu. – Ralf Sotschek, Irland-Korrespondent der taz