Stressreport 2012: Wie gefährlich ist zu großer Stress am Arbeitsplatz?

29.01.2013

Knapp die Hälfte der Arbeitnehmer sehen sich am Arbeitsplatz immer mehr Stress ausgesetzt - so das Ergebnis des neuesten Stressreports. Doch woher kommt der steigende Druck für die Betroffenen?

Werden die psychischen Belastungen zu hoch, kann dies bis zur Arbeitsunfähigkeit führen.Foto: © Johannes Eisele/dapd

Das sogenannte “Burn-Out-Syndrom” kennt vor 20 Jahren fast niemand – heutzutage ist es fast jedem ein Begriff. Laut den Betriebskrankenkassen sind psychische Erkrankungen mittlerweile der zweithäufigste Grund, warum sich Arbeitnehmer am Arbeitsplatz krank melden.

Studie untersucht psychische Belastungen

Professor für Arbeitspsychologie.Tim HagemannProfessor für Arbeitspsychologie. 

Heute hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin den Stressreport 2012 vorgestellt, der diesen Trend zu bestätigen scheint. Für die Studie sind rund 17.000 Arbeitnehmer befragt worden, die sich zu psychischen Anforderungen, Belastungen und Stressfolgen äußern sollten.

Der Druck für Arbeitnehmer steigt

Laut der Studie hat für knapp die Hälfte der Befragten der Stress am Arbeitsplatz innerhalb der letzten zwei Jahre zugenommen. Besonders ein steigender Termin- und Leistungsdruck wird von den Betroffenen kritisiert.

Warum der Stress für die Arbeitnehmer kontinuierlich ansteigt und was man dagegen tun kann, darüber haben wir mit Tim Hagemann gesprochen. Er ist Professor für Arbeits-, Organisations-& Gesundheitspsychologie an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld.

Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Diskussion darüber. – Tim Hagemann