Regen im Sommer, Sonne im Herbst: Sven Plöger zum ungewöhnlichen Wetter 2011

01.12.2011

Das Wetter im Jahr 2011 war sehr auffällig: Ein trockenes Frühjahr, ein regenreicher Sommer und dann der goldene Herbst mit milden Temperaturen. Woran lag es? Ein Gespräch über nordatlantische Oszillation, Westdrift und "Blocking Lagen" mit Wetterfrosch Sven Plöger.

Regenwolken im November? In diesem Jahr war das ein seltenes Bild. Foto: © Jens Schlueter/dapd

Über das Wetter wird ja viel geredet, vor allem, wenn man kein anderes Gesprächsthema findet. In diesem Jahr war das Wetter aber häufig ein wirklich aktuelles Thema. Denn es war sehr ungewöhnlich.

Diplom-Meteorologe und Wetterexperte der ARD. Foto: © Olaf RayermannSven PlögerDiplom-Meteorologe und Wetterexperte der ARD. Foto: © Olaf Rayermann 

So ein Jahr behält man, so ein Jahr fällt auf. Andere Jahre, die sind durchaus wieder völlig anders in ihrem Verlauf. Also aus einem Jahr kann man nicht schließen, dass jetzt jedes Jahr so läuft wie 2011. (Sven Plöger)

Besonders der November war rekordverdächtig: zu mild, sehr sonnenreich und vor allem extrem trocken. Nur knapp drei Liter Regen pro Quadratmeter sind im November gefallen, was gerade einmal fünf Prozent der normalen Regenmenge sind. Damit war der November 2011 der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahre 1881.

Ist dies schon der beginnende Klimawandel oder war es doch nur eine außergewöhnliche Wetterlage? Das haben wir Sven Plöger gefragt. Er ist Diplom-Meteorologe und Wettermann vom Dienst bei „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ in der ARD.