Oxytocin – das Kuschelhormon

31.05.2010

Das "Kuschelhormon" Oxytocin gerät in den Blick der Forschung. Es verstärkt soziale Empfindungen, im Guten wie im Schlechten. Reicht bald ein Nasenspray, um netter zu sein?

Eine Laborantin experimentiert mit verschiedenen Flüssigkeiten. Bild:David Hecker/ ddp

Oberarzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Bonn. (Foto:https://images.weserv.nl/?il&url=ssl:images.weserv.nl/?il&url=ssl:www.meb.uni-bonn.de/)Rene HurlemannOberarzt für Psychiatrie und Psychotherapie an der Uniklinik Bonn. (Foto:http://www.meb.uni-bonn.de/) 

Neue Studien haben ergeben, dass das Hormon Oxytocin auch für die Therapie psychisch kranker Menschen in Frage kommt. Es verschärft unsere Fähigkeit, mit anderen in eine soziale Interaktion zu treten. Aber auch eine Rolle als „sozialer Turbo“ konnte dem Hormon nun in einer Studie der Universität Bonn in Kooperation mit dem Babraham-Institut in Cabrigde nachgewiesen werden. Männer scheinen unter seinen Einfluss besser zu lernen, ihr emotionales Einfühlungsvermögen wächst.

Rene Hurlemann ist Oberarzt am Universitätsklinikum in Bonn und war an der Studie beteiligt. In Bonn leitet er auch die Arbeitsgruppe „Neuromodulation of Emotion“ (NEMO). Bei detektor.fm sprach er über die Ergebnisse der Studie über Oxytocin, seine Chancen und Risiken, das therapeutische Potential und den möglichen Nutzen für die Gesellschaft.