Ungewöhnliche Pixel-Kunst: Das Internationale Teletext Art Festival

16.08.2013

Eine Ausstellung, für die man nicht das Haus verlassen muss: Das Internationale Teletext Art Festival zeigt minimalistisch schlichte bis schrillbunte Pixelbilder am heimischen TV-Bildschirm. Fernseher an, ARD-Videotext-Seite 850 aufrufen, und schon ist man mittendrin.

Sechs Farben plus Schwarz und Weiß, mehr erlaubt die Technik nicht. Bild: © Lektrolab / Flickr

Seit über 40 Jahren hat er sein Aussehen nicht verändert und war immer gut für einen kurzen Blick auf die Nachrichten oder das Wetter: Der Videotext.
Wo bisher aber fast nur kurze Informationen in Textform zu sehen waren, kann man jetzt auch auf Kunst stoßen.

Teletext Ästhetik

Die ARD zeigt noch bis zum 15. September 2013 in ihrem Videotext ab Seite 850 zahlreiche Werke von internationalen Künstlern. Das sieht richtig „retro“ aus und erinnert oft an die Grafik von Computerspielen aus den frühen 80er Jahren.
Für eine Teletextgrafik gelten strenge Regeln: Es stehen nur sechs verschiedene Farben sowie Weiß und Schwarz zur Verfügung. Außerdem muss sie in ein Raster aus maximal 25 Zeilen mit je 40 Zeichen passen.
Doch gerade diese Beschränkung stellt für viele Künstler eine interessante Herausforderung für die eigene Kreativität dar.

Elektronische Kunstszene

Vergangenes Jahr erst hat die ARD zusammen mit der finnischen Künstlerkooperative FixC das Internationale Teletext Art Festival ins Leben gerufen und zeigt damit, dass der Videotext noch lange nicht tot ist – auch im Zeitalter von Internet und HD-Fernsehern.
Für die diesjährige Ausstellung konnte die Kooperation 16 internationale Künstler und Künstlerinnen aus der elektronischen Kunstszene gewinnen, deren Werke von Post Punk bis Concept Art reichen.

Über die ungewöhnliche Teletext-Kunst haben wir mit Cordula Ditz gesprochen. Sie ist eine der ausstellenden KünstlerInnen des Internationalen Teletext Art Festivals:

Internationales Teletext Art Festival - Pixelkunst von Cordula Ditz

Ich finde, dass es gerade reizvoll ist, etwas zu benutzen, was in so einer Differenz ist zur Kunst. – Cordula Ditz