UNO diskutiert über neue Wolke: Undulatus Asperatus

21.07.2013

Die Vereinten Nationen beschäftigen sich normalerweise mit Kriegen, Erdbeben oder Hungersnöten. Aber auch beim Thema Wolken entscheiden die Mitglieder der Vereinten Nationen. Dafür gibt es einen eigenen Wolkenatlas. Momentan wird darüber diskutiert, ob bald eine neue Wolke in das Verzeichnis aufgenommen wird: Undulatus Asperatus. Aber dafür muss die Wolke erst einmal offiziell anerkannt werden.

Sie sieht ein bisschen gespenstisch aus, die Wolkenart “Undulatus Asperatus”. Foto: @ Wikimedia Commons

leitet das Troposphäreninstitut in Leipzig.Andreas Mackeleitet das Troposphäreninstitut in Leipzig.  

In diesen Tagen schauen viele Menschen in den Himmel, sei es im Park oder am Badesee. Dort sieht man meist Schäfchenwolken, Wattewölkchen oder in den letzten Wochen eher seltener Gewitterwolken.

Seltene Wolkenart

Wir in Europa werden dabei die Wolkenart Undulatus Asperatus (aufgewühlte Wolke) eher nicht sehen. Denn diese Wolke ist eher am amerikanischen Himmel sichtbar. Für Troposphärenforscher ist diese Wolke jedoch sehr faszinierend. Forscher in Karlsruhe und Leipzig beobachten die Wolke besonders intensiv. Schon bald soll die „Undulatus Asperatus“ in den „Karlsruher Wolkenatlas“  aufgenommen werden. Entdeckt wurde die Wolkenart schon vor mehreren Jahrzehnten.

Warten auf offizielle Anerkennung

Von zentraler Bedeutung ist jedoch, die offizielle Anerkennung der „Undulatus Asperatus“ durch die Vereinten Nationen. Darauf hoffen die Cloud Appreciation Society und fast alle internationalen Troposphärenforscher.

Andreas Macke leitet das Leibnitz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig und erklärt die Besonderheiten der „Undulatus Asperatus“.

Ich denke, dass der Wolkentyp anerkannt wird, weil wir keinen Platz im Wolkenatlas in den bisherigen Kategorien haben. – Andreas Macke, Professor für Troposphärenforschung


youtube-Video zur Undulatus Asperatus