Vertrauen heißt immer auch Macht

23.03.2010

Die Glaubwürdigkeit von Politikern bröckelt, Pfarrer und Lehrer missbrauchen Kinder - wem kann man eigentlich noch vertrauen?

Philosoph an den Universitäten Frankfurt und MagdeburgMartin HartmannPhilosoph an den Universitäten Frankfurt und Magdeburg 

Hat er nun gelogen oder nicht? Das fragt sich dieser Tage der Untersuchungsausschuss um die Kundus-Affäre im Bundestag – und meint damit Verteidigungsminister von und zu Guttenberg. Der ehemalige Generalinspekteur Schneiderhan und Ex-Staatssekretär Wichert haben nach Ansicht von Experten schon glaubwürdig ausgesagt, dass Verteidigungsminister zu Guttenberg immer alle Unterlagen vorgelegen hätten. Das bestreitet er bis jetzt. Seine offizielle Aussage vor dem Untersuchungsausschuss macht er aber erst in einem Monat. Einige Beobachter stellen fest, dass das Vertrauen in den Verteidigungsminister durch die Affäre gelitten hat. Doch wie wichtig ist eigentlich „das Vertrauen“? Das fragen wir Martin Hartmann, Philosoph und Soziologe an den Universitäten in Frankfurt am Main und Magdeburg.
Er hat ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Vertrauen.
Die Grundlage des sozialen Zusammenhalts.“.