Vom Aufstieg eines Nischensports: Tischfussball bekommt ein eigenes Magazin

06.04.2010

Mit "Zweifünfdrei" kommt heute das erste deutsche Magazin für Tischfussball auf den Markt - und der Chef ist selbst Spieler.

Coverbild der ersten Ausgabe von “Zweifünfdrei” / © Zweifünfdrei/mssw GmbH

Es ist eine kleine Erfolgsmeldung in der Erfolgsmeldung: mit „Zweifünfdrei“ erschien heute erstmalig ein deutsches „Magazin für Tischfussball und Kickerkultur“. Ein Tischkicker war ziemlich lange ziemlich unsexy, stand in qualmigen Kneipen und schmuddligen Jungs-WGs. Doch das ist lange vorbei. Spiegel-Online bringt den Boom auf den Punkt:

Emporgestiegen aus den Niederungen von Tabakqualm und Bierseligkeit. Ohne einen wirklichen Grund avancierte der Kampf an den Stangen plötzlich zur gefragten Szene-Mode: Immer öfter wurden die edlen sowie foto- und telegenen Tische in Werbespots, Kinofilmen und TV-Serien platziert, immer selbstverständlicher wurden mittägliche Turniere in den Lunchpausen von Werbeagenturen, Verlagen und Großbanken. (spiegel online)“

Holger Heitmannhatte die Idee zu Zweifünfdrei 

Das war 2006, als die erste offizielle Tischfussball-WM stattfand. Schon damals wetteten Insider, der Sport würde es bald ins TV schaffen. Die Vereine erlebten einen überraschenden Mitglieder-Boom, der bis heute anhält: der Deutsche Tischfußball-Bund überschritt eben die 5000er-Marke bei den Mitgliedszahlen. Holger Heitmann, der selbst seit Jahren aktiv Kicker spielt, sah also die Zeit gekommen für seine Idee: ein eigenes deutsches Magazin für Tischfussball. Im Interview mit detektor.fm spricht er darüber, erklärt den Reiz seines Sports und den Unterschied zwischen Kneipen- und Leistungssportler.