Von Hanoi bis Ho-Chi-Minh-Stadt: Vietnam mit dem Moped

Bloß nicht anhalten!

26.04.2016

Vier Wochen lang ist detektor.fm-Redakteur und Doppelklick-Moderator Fabian Held zusammen mit zwei Freunden vom Norden in den Süden von Vietnam gebraust – abseits der üblichen Touristenpfade auf dem Ho-Chi-Minh-Highway.

Immer mehr Menschen suchen nicht nur im Alltag, sondern auch im Urlaub das Besondere. Das Reiseziel soll möglichst ausgefallen und weit weg sein. Schnell den Rucksack aufgesetzt und los geht die Entdeckertour. Besonders beliebt sind dabei die südostasiatischen Länder. In Vietnam gibt es dabei eine ganz besonders individuelle und praktische Variante, das Land zu erkunden: mit einem Moped.

Moped – das Verkehrsmittel Nummer eins

Das Moped ist in Vietnam nicht nur ein spaßiges Gefährt, sondern schlicht und ergreifend das praktischste Fortbewegungsmittel. Es kann überall günstig ge- und auch wieder verkauft werden. Werkstätten sind sehr leicht zu finden und Reparaturen nicht teuer. Nur einen Haken hat die Sache: Sie ist nicht ganz legal. Denn der deutsche Führerschein gilt in Vietnam nicht – entsprechend erlischt auch der Versicherungsschutz.

Der ganz normale Wahnsinn

Der Verkehr in Vietnam ist viel chaotischer als in Deutschland: Es wird gedrängelt, überholt und gehupt, was das Zeug hält. Dafür achten alle Verkehrsteilnehmer sehr aufeinander. In den Städten sind sowieso fast nur Mopeds unterwegs. Denn die hohe Importsteuer macht PKWs deutlich teurer, sodass sich kaum jemand ein eigenes Auto leisten kann.

Außerhalb der Großstädte müssen sich die Mopeds die Straßen aber mit LKWs und Bussen teilen. Hier gilt dann auch das Recht des Stärkeren: Wer mehr Räder hat, gewinnt. Für alle Moped-Fahrer bedeutet das: Ausweichen!

Einzige Regel: Einfach nicht anhalten – Fabian Held, Doppelklick-Moderator

Das Straßenverkehrschaos ist anfangs sehr gewöhnungsbedürftig – nach ein paar Stunden auf zwei Rädern gewöhnt man sich aber an die scheinbare Regellosigkeit. Zumal alle Verkehrsteilnehmer im Vergleich zu deutschen Straßen deutlich langsamer fahren. Wer aufpasst, langsam und vorsichtig fährt, kommt einigermaßen sicher durch das Wirrwarr.

Und das lohnt sich trotz aller Widrigkeiten: Wer sich auf die Moped-Mutprobe einlässt, der wird mit atemberaubenden Landschaften belohnt. Besonders das Landesinnere abseits der Touristenpfade hat es unserem Autoren angetan. Über entzündete Sehnenscheiden, schmerzende Hintern und unberührte Natur spricht Fabian Held mit detektor.fm-Moderatorin Juliane Neubauer im Interview