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Einmal mehr: Asteroid verfehlt Erde nur knapp

In einer Woche wird ein 50 Meter dicker Asteroid in Rekordnähe an der Erde vorbei fliegen. Er ist nicht der erste. Gefahr besteht wohl auch diesmal nicht – doch falls es mal ernst wird, beschäftigen sich Wissenschaftler schon mit dem Ernstfall.

Katastrophenfilme wie „Armageddon“ und „Deep impact“ machen es deutlich: Ein Asteroid, der auf die Erde zusteuert, ist ein beliebtes Untergangsszenario. In „Armageddon“ gelingt es den Helden Bruce Willis und Ben Affleck, den Weltuntergang in letzter Sekunde noch abzuwehren – mithilfe einer Atomexplosion.

Nur 28.000 Kilometer Entfernung zur Erde

Alan Harris - ist Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin

ist Planetenforscher am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Berlin
Alan Harris

Diese Hollywood-Produktionen haben mit der realen Welt scheinbar nichts zu tun. Doch nun soll ein 50 Meter dicker Asteroid names „2012 DA14“ nur knapp 28.000 Kilometer an der Erde vorbei fliegen – und damit in Rekordnähe.

 

Grundsätzlich ist es jedoch möglich, dass ein Asteroid direkt auf die Erde zurast. Deswegen forschen Wissenschaftler an Möglichkeiten, Asteroiden oder andere Objekte aus dem All von der Erde fernzuhalten.

Einer von ihnen ist der amerikanische Wissenschaftler Alan Harris. Er arbeitet am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Berlin. Mit ihm haben wir über den Asteroiden „2012 DA14“ und Abwehrmöglichkeiten gesprochen.

Es droht keine Gefahr. Allerdings kann man das als einen Warnschuss betrachten: Da das alles nach den Regeln des Zufalls abläuft, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Erde von so etwas getroffen wird. – Alan Harris