Was wichtig wird | Berlin Art Week

Lässt die Stadt Berlin ihre Künstler im Stich?

15.09.2017

Aus der abc – art berlin contemporary wird die Art Berlin. Hat die Art Cologne die Hauptstadt-Kunst-Messe unter ihre Führung genommen, weil Berlin für die Messe und die Kunstszene zu wenig übrig hat?

Monopol Art Berlin

Seit 2012 können Kunstinteressierte einmal im Jahr in der Hauptstadt die Berlin Art Week besuchen. Die Kunstmessen „abc“ und „Positions“ sind Teil des Ganzen. Begleitet von Veranstaltungen in Galerien, kleineren Projekträumen oder auch im öffentlichen Raum. Das Festival hat sich etabliert, die „abc“ hat seit diesem Jahr eine neue Messeleitung bekommen, die Art Cologne. Die deutschlandweit relevanteste Kunstmesse, hat sich seit 1967 auch wegen des günstigen Standortes etabliert.

Kein Geld für Gegenwartskunst in Berlin

Die Abgabe der Berliner Messeleitung nach Köln ist eine Auswirkung der kaum vorhandenen Bereitschaft der Stadt Berlin in die Kunstszene zu investieren, erklärt Elke Buhr. Dabei ist gerade eine der Eigenschaften, die Berlin international beliebt machen, die bewegte und freie Kunstszene. International bedeutende Künstler wie Olafur Eliasson oder Ai Weiwei leben und lehren in der Stadt.

Was für die internationale Strahlkraft  von Berlin auch wichtig ist, ist dass hier die Galerien sind, wo die Künstler auch vertreten sind, die am Ende auf den Bienalen auftauchen und die international erfolgreich sind. – Elke Buhr, Monopol Magazin

Anstatt die Berliner Künstler und Galerien zu unterstützen verkaufte Berlin jüngst die Uferhallen, in denen viele Künstler einigermaßen bezahlbare Ateliers anmieten, an eine Investoren Gruppe zu der auch Rocket Internet zählt. Offizielle Pläne zur Nutzung gebe es noch nicht, die Künstler sorgen sich aber um ihre Arbeitsräume.

Neu-Berliner bringen Geld mit

Auf der anderen Seite verkaufen die Galerien zunehmen Objekte ihrer Künstler an Neu-Berliner. Und die können an diesem Wochenende in ihrer Stadt viel Kunst erleben und auch kaufen, wenn sie möchten.

Elke Buhr, Chefredakteurin von Monopol - Magazin für Kunst und Leben.Berlin war deswegen für die Kunstszene so spannen, weil es so billig war. Und in dem Moment, wo es nicht mehr so billig ist, muss man halt gucken, dass man die Qualität nicht verliert.Elke BuhrChefredakteurin des Monopol Magazins 

Das ganze Gespräch zur „Art Berlin“ der Berliner Kunstszene und der „Berlin Art Week“ zwischen Elke Buhr und detektor.fm-Moderatorin Juliane Neubauer hören Sie hier:


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