Was wichtig wird | Bruce Nauman Retrospektive

Von der Kunst des Verschwindens

23.03.2018

Das Schaulager in Basel zeigt noch bis zum 26. August eine Retrospektive des US-Konzeptkünstlers Bruce Nauman. Monopol-Chefredakteurin Elke Buhr erklärt, warum man diese Ausstellung unbedingt gesehen haben muss.

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Viel mehr Facetten als nur Neon-Installationen

Bruce Nauman gilt als einer der wegweisendsten Künstler der Gegenwart. Seine Retrospektive in Basel bietet die Gelegenheit, die neuesten Werke des Künstlers zu entdecken – wie die Skulptur Leaping Foxes (2018) und das 3D-Video Contrapposto Split (2017).

„Der seit jetzt wirklich 50 Jahren aktiv ist und großartige Sachen macht. Seit 25 Jahren hat es keine umfassende Überblicksausstellung mit seinem Werk gegeben, deshalb ist das etwas so besonderes.“ Elke Buhr, Monopol

Rund 170 Werke aus allen Schaffensperioden

Die Ausstellung baut auf den bedeutenden Sammlungen der Emanuel Hoffmann-Stiftung und des Museum of Modern Art auf. Die Emanuel Hoffmann-Stiftung, deren Bestände im Schaulager aufbewahrt werden, sammelt seit den frühen 1970er-Jahren Arbeiten von Nauman. Die Sammlung wird ergänzt mit Leihgaben von gut siebzig renommierten Institutionen und Privatsammlungen aus der ganzen Welt.

Erstmals in Europa zu sehen ist damit auch seine monumentale Videoprojektion „Contrapposto Studies, i through vii“.

Eine zentrale Figur der zeitgenössischen Kunst.

Bruce Nauman ergründet Themen wie Sprache, Raum und Körperlichkeit und lotet Machtstrukturen und soziale Konventionen aus. Mit seinem Werk fordert er unsere Wahrnehmung und Vorstellungskraft stets aufs Neue heraus.

Die Retrospektive im Schaulager präsentiert über 170 Werke aus allen Schaffensperioden ab Mitte der 1960er-Jahre bis heute. Sie zeigt Videoarbeiten, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Skulpturen, Neon und Soundarbeiten sowie Installationen, in die man förmlich eintauchen kann.

„Bruce Nauman: Disappearing Acts“ ist noch bis zum 26. August 2018 im Schaulager in Basel zu sehen. Danach wird die Retrospektive vom 21. Oktober 2018 bis zum 17. März 2019 im Museum of Modern Art und im MoMA PS1 gezeigt.

Unbedingt ansehen, sagt Monopol-Chefredakteurin Elke Buhr. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Claudius Nießen erklärt sie, warum:


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