Was wichtig wird | Kunst bunkern

Der Kunsttrend 2018: Einlagern

05.01.2018

Die Preise für Kunst steigen. Immer mehr Werke verschwinden deshalb als Investitionsgut in Zollfreilagern, statt in Museen gezeigt zu werden. Eine Analyse.

Jeden Freitag im Gespräch mit detektor.fm, das Kunstmagazin Monopol. Foto: Monopol - Magazin für Kunst und Leben | detektor.fm

Kunst bunkern statt bewundern

Ein Kunstwerk kann begeistern, verstören oder zum Nachdenken anregen. Ein Kunstwerk, das niemand sieht, kann all dies nicht. Der Trend in der Kunstwelt ist klar: immer weniger Werke finden ihr Publikum.

Der Grund ist der kommerzielle Erfolg von Gemälden, bildender Kunst und Installationen. Weil die Verkaufspreise ein Rekordniveau erreicht haben, verdrängen Investoren zunehmend die Kunstsammler alter Schule aus dem Markt.

Teuere Kunst wurde schon immer zunächst von Privatleuten gesammelt und dann eventuell später in eine öffentliche Sammlung gegeben, aber dieser Trend mit den Zollfreilagern ist in den letzten Jahren immer größer geworden, Elke Buhr vom Monopol-Magazin für Kunst und Leben.

Zollfreilager, das sind spezielle Lagerhallen für Wertgegenstände in Steuerparadiesen, zum Beispiel in Singapur, der Schweiz oder Luxemburg. Die Kunst hängt also weder im Museum, noch an privaten Wänden. Sie wird renditemaximierend verwahrt.

Ob es Chancen gibt, diese Tendenzen zu bremsen, hat detektor.fm-Moderator Thibaud Schremser Elke Buhr gefragt. Sie ist die Chefredakteurin vom Monopol-Magazin für Kunst und Leben.

Elke Buhr über den Fall Beatrix RufDer neue große Kunstmarkt-Trend 2018 ist das Zollfreilager. Elke BuhrChefredakteurin des Monopol-Magazins für Kunst und Leben 

Was ist los in der Kunstwelt? Die Kolleginnen vom Monopol-Magazin wissen Bescheid und teilen ihr Wissen mit detektor.fm


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