Was wichtig wird | Natascha Süder Happelmann bei Biennale Venedig

Spiel mit Identitäten

26.10.2018

Als Natascha Süder Happelmann gestaltet die Künstlerin Sadr Haghighian den deutschen Pavillon auf der Venedig Biennale 2019. Warum ihr damit ein Überraschungscoup gelungen ist, erklärt Monopol-Chefin Elke Buhr.

Jeden Freitag im Gespräch mit detektor.fm, das Kunstmagazin Monopol. Foto: Monopol - Magazin für Kunst und Leben | detektor.fm

Deutscher Pavillon

Bei der Biennale Venedig wird die Künstlerin Natascha Süder Happelmann im deutschen Pavillon ausstellen. Natascha Sadr Haghighian ist ihr richtiger Name. Bekannt ist sie dafür verschiedene Medien zu kombinieren, verschiedene Sinne anzusprechen. Bei der Vorstellung als deutsche Künstlerin trägt sie eine Pappmaschee-Konstruktion aus dem Kopf und lässt eine Sprecherin für sich reden.

Kuratorin ist Franciska Zólyom. Sie ist Leiterin der Galerie für Zeitgenössische Kunst in Leipzig.

Auch ihre Wahl war etwas überraschend, aber ich finde, dass da ein sehr interessantes Team entstanden ist. – Elke Buhr, Monopol-Chefredakteurin

Natascha, wer?

Zum Beispiel hat Sadr Haghighian bei einer Installation die Recherchen zu Leopard-2-Panzern verarbeitet – „Pssst Leopard 2A7+“  heitßt die Installation. Sie besteht aus einem Modell, in das Sound-Stationen integriert sind.  Sie spielt gerne mit Identitäten. Findet es unwichtig, wo sie herkommt, wo sie lebt, sondern viel wichtiger, was sie macht. Deshalb hat sie sich für die Biennale in Venedig zu einem Pseudonym entschieden.

Natascha Sadr Haghighian ist extrem engagiert und gleichzeitig ist sie überhaupt nicht platt. Ihre politische Kunst ist immer um drei Ecken, immer poetisch. – Elke Buhr

Über die Künstlerin, die Entscheidung, dass sie im deutschen Pavillon in Venedig ausstellen darf und über das Pseudonym Natascha Süder Happelmann hat detektor.fm-Moderatorin Barbara Butscher mit Elke Buhr gesprochen. Sie ist Chefredakteurin beim Magazin Monopol.

Das Haus der Kunst in München sagt Joan Jonas Ausstellung abNatascha Sadr Haghighian ist zwar seit den 90er immer wieder mit sehr interessanten Arbeiten aufgetreten, aber sie zieht sich immer wieder zurück. Deswegen fand ich das wirklich eine interessante und gute Entscheidung. Elke BuhrChefredakteurin beim Monopol-Magazin 


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