Watsons größter Fall: IBM Supercomputer tritt in US-Quizshow an

16.02.2011

Der Großrechner Watson startete bei Jeopardy und lässt die menschlichen Kontrahenten alt aussehen. Wird künstliche Intelligenz den Menschen bald übermannen?

Der Supercomputer Watson bei einem Match gegen ehemalige Jeopardy-Champions. / Foto: IBM auf flickr.com

Ein Supercomputer, der auf die Feinheiten der Menschlichen Sprache reagiert und eigenständig Fragen beantworten kann. Bisher klang das immer nach Science Fiction, doch jetzt zeigt der Computerkonzern IBM, dass es durchaus möglich ist. Die US-Firma schickte ihren Superrechner Watson in die US-Quizshow Jeopardy! Das besondere an der Show: Das Frage und Antwort Prinzip ist umgedreht. Gesucht werden keine Antworten, sondern Fragen. Watson trat gegen die zwei erfolgreichsten Teilnehmer der Show an und bisher sieht es ganz danach aus, als könne er das Rennen für sich entscheiden. Nach der gestrigen zweiten Runde liegt der Superrechner mit einem Punktestand von 35.754 Dollar vorne. Zum Vergleich, der Zweitplatzierte hatte gerade einmal 10.000 Dollar auf dem Konto.

Sollte Watson das Quiz für sich entscheiden, wäre es bereits das zweite Mal, dass ein Großrechner aus dem Hause IBM Menschen schlägt. Bereits 1996 schlug der Computer Deep Blue den Schachchampion Garry Kasparov. Dieser musste damals die höchste Niederlage seiner Karriere einstecken. Ob Watson mehr ist, als nur ein Showevent, darüber haben wir mit Michael Kiess von IBM gesprochen.