Wein der Woche: Das Ende des Branntweinmonopols

30.11.2012

Das Ende des Branntweinmonopols ist beschlossene Sache. Grund für uns, mit Finkus Bripp mal einen einen Blick auf Obstler und Co. zu werfen.

Was hier über’s Band läuft, wird bald nicht mehr subventioniert. Foto: Kai-Uwe Knoth/dapd

Finkus Bripptrinkt hin und wieder auch mal Schnaps. 

Das deutsche Branntweinmonopol ist eine traditionsreiche Instanz. Seit 1922 ist die Bundesmonopolverwaltung für Branntwein dafür verantwortlich, die unkontrollierte Herstellung von Schaps und Co. zu verhindern. Dazu übernimmt die Behörde den Alkohol von zahlreichen Brennereien, bereitet ihn auf und verkauft ihn anschließend an Hersteller von Arzneien oder Spirituosen weiterverkauft.

Damit ist jetzt Schluss, das Ende des Branntweinmonopols ist quasi beschlossene Sache. 80 Millionen Euro Subventionen sollen ebenfalls gestrichen werden. Ab 2013 erhalten die Brennereien von der Monopolverwaltung keinen garantierten Preis oberhalb des Marktpreises mehr. Grund für die Neuerung ist, dass der Europäische Gerichtshof entschieden hatte, dass das Monopol nicht mit dem europäischen Recht vereinbar sei.

Aber wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Branntwein und Weinbrand? Und was hat das Ganze überhaupt mit Wein zu tun? Fragen, auf die Sommelier und Blogger Finkus Bripp antworten weiß.