Wein der Woche: Glühwein – umsatzstark und doch verpönt

02.12.2011

Zur Vorweihnachtszeit gehört neben Weihnachstgebäck und Christtollen auch ein heißer Glühwein - Die Vermarktung des süßen Weingetränks boomt, aber bei Weinkennern stellen sich beim Gedanken an Glühwein die Nackenhaare auf.

Sternanis: eine Zutat für selbsgemachten Glühwein. / Foto: © Angelina Strödel / pixelio.de

Als Wein-Kenner eigentlich kein Glühweinfan.Finkus BrippAls Wein-Kenner eigentlich kein Glühweinfan. 

Heute konnte man im Weihnachstkalender das zweite Türchen öffnen – der Dezember ist da. Und mit ihm auch die Weihnachtszeit, inklusive obligatorischem Glühwein. Der hat vor allem zwei Vorzüge, scheint es: Auf dem kalten Weihnachtsmarkt wärmt ein heißer Glühwein von innen und außerdem steigt er dank der etwa 75 Grad Trinktemperatur schnell in den Kopf.

Das ist praktisch für die Glühweintrinker, für Gourmets aber eigentlich irrelevant. Die runzeln normalerweise die Stirn über die steigenden Umsätze von Glühwein und die zunehmenden Geschmacksvariationen wie Apfel-Zimt oder Kirsch. Und deswegen wundert es unseren Moderator Christoph Kotschate  fast ein bisschen, dass Finkus Bripp, unser Sommelier und  „wine on the rocks“- Blogger mit uns heute über Glühwein reden will.

Wenn ich einen Glühwein trinke, suche ich lieber einen Glühwein aus Weißwein, der tendiert dazu, ein bisschen säuerlicher zu sein.(Finkus Bripp)