Wenn es plötzlich keine Heimat mehr gibt: “Bevor alles verschwindet” von Annika Scheffel

14.03.2013

Als die "Verantwortlichen" die Pläne für einen Erholungsort vorlegen, muss das kleine Dorf im Tal weichen - und mit ihm seine Bewohner. Annika Scheffel erzählt in ihrem Roman "Bevor alles verschwindet" vom Verlust der eigenen Heimat und dem Widerstand gegen Unaufhaltbares. Im Studio spricht sie mit uns darüber.

“Bevor alles verschwindet” ist Annika Scheffels zweiter Roman, den sie am Wochenende bei der Leipziger Buchmesse vorstellt. Foto: © Susann Jehnichen

+++ Annika Scheffel liest aus ihrem Roman „Bevor alles verschwindet“ +++

Annika Scheffel liest aus ihrem Roman Bevor alles verschwindet


Ein kleiner Ort liegt ruhig und beschaulich in einem Tal, seine Bewohner bekommen von der Außenwelt nur selten etwas mit. Bis eines Tages die sogenannten „Gelbhelme“ auftauchen mit ihren Bauplänen für ein Erholungsgebiet. Das Dorf und seine Bewohner sollen umgesiedelt werden, ein Großteil der Dorfgemeinde ist schon in einen anderen Ort umgezogen – ein kleiner Kreis von Widerständlern trotzt aber dem baldigen Ende des Ortes.

An diesem Punkt setzt Annika Scheffels Roman „Bevor alles verschwindet“ ein und erzählt von den sechs Monaten, die den Dorfbewohnern noch bis zur großen Flutung bleiben. Doch nicht nur der baldige Verlust ihrer Heimat belastet sie – jeder einzelne hat noch dazu seine eigenen Geheimnisse, Gespenster und Probleme.

Annika Scheffel stellt ihren zweiten Roman an diesem Wochenende im Rahmen der Leipziger Buchmesse vor und hat vorher noch bei uns im Studio vorbeigeschaut.


Für diese Menschen ist das natürlich ein riesengroßes Drama und ein Weltuntergang. (Annika Scheffel)