“Einmal die Präsidenten-Suite bitte” – Wenn der US-Präsident im Hotel absteigt

19.06.2013

Auch der US-Präsident samt Familie muss irgendwo schlafen. Aber wie ist das für so ein Hotel? Wann ruft wer an - und wird dann eine ganze Etage gebucht? Wer bezahlt? Und wie geht man mit den Obamas eigentlich um? Ein Erlebnisbericht.

Barack Obama übernachtete bei seinem letzten Deutschlandbesuch im Taschenbergpalais Kempinski in Dresden. / Foto: © Taschenbergpalais Kempinski

Es gibt wichtige Gäste – und es gibt ganz wichtige Gäste. In Berlin herrscht dieser Tage die Sicherheitsstufe 1+. Denn mit Barack Obama ist der vermeintlich mächtigste Mann der Welt zu Besuch – und er kommt nicht allein.

Rund 8000 Polizisten im Einsatz

Barack Obama, seine Familie plus Sicherheitsleute, Manager, Pressesprecher, Übersetzer und viele andere sind mit in der Reisegruppe. Rund 8000 Polizisten sind dafür im Einsatz. Die Vorbereitung für den Staatsbesuch laufen schon viele Tage vor dem Besuch auf Hochtouren. Ordnungsamt und Polizei sichern den öffentlichen Raum ab. Anwohner werden informiert, die Straßen vorläufig gesperrt und die Kanalisation auf mögliche Bomben untersucht.

Und wie läuft es in den Hotels?

ist geschäftsführender Direktor im Taschenbergpalais Kempinski.Gerold Heldist geschäftsführender Direktor im Taschenbergpalais Kempinski. 

Aber auch die Hotels, in denen Obama und Begleitung schlafen, haben alle Hände voll zu tun. Denn so ein Staatsbesuch ist nicht gerade alltäglich. Wer bucht denn eigentlich für Familie Obama das Hotel? Wer zahlt die Rechnung? Und wie bereitet man sich auf so einen Besuch vor?

Einer, der das weiß, weil er es selbst erlebt hat, ist Gerold Held. Er ist geschäftsführender Direktor des Hotels Taschenbergpalais Kempinski in Dresden, wo Obama bei seinem Besuch 2009 übernachtete.

Staatsoberhäupter im Hotel zu haben, dass macht eine ganz spezielle Atmosphäre. Da hat man eine Spannung im Haus, die sonst mit nicht viel zu vergleichen ist. – Gerold Held