Werder Bremen – vom beliebtesten Bundesliga-Verein zum Sorgenkind

25.11.2010

Werder Bremen ist raus aus dem internationalen Fußball-Wettbewerb. Nach einem 0:3 in Tottenham geht es nur noch in der Bundesliga weiter. Eine Bestandsaufnahme mit Manni Breuckmann.

Finstere Minen beim einst erfolgreichen Werder-Tandem Thomas Schaaf und Klaus Allofs. © Torsten Silz / ddp.

Es war einmal eine deutsche Fußball-Mannschaft, die mit vergleichsweise wenig Geld über mehrere Jahre viel erreicht hat, sowohl in der Bundesliga, als auch im internationalen Wettbewerb. Sie bot erfrischenden Offensivfußball, spektakuläre Spiele und begeisterte bei weitem nicht nur die eigenen Anhänger, sondern auch viele Fußball-Fans in ganz Deutschland, die normalerweise zu anderen Vereinen halten. Erst im Sommer wurde Werder Bremen in einer Studie der TU Dortmund zur beliebtesten Bundesliga-Mannschaft gekürt.

ARD-Fußball-Reporterlegende bei seiner letzten Reportage in Bochum.Manni BreuckmannARD-Fußball-Reporterlegende bei seiner letzten Reportage in Bochum. 

Inzwischen tritt der SV Werder Bremen als Angsthasentruppe auf. Erst gestern Abend ging die Mannschaft in der Champions League bei Tottenham Hotspur sang- und klanglos unter. Zwar war das Ergebnis mit 0:3 im Vergleich zu Resultaten der vergangenen Wochen noch vergleichsweise harmlos, die Spielweise aber war erschreckend. Zweikämpfe wurden nicht angenommen, die früher offensivstarke Werder-Truppe hatte nicht eine einzige Torchance.

Wie lässt sich Werders Talfahrt erklären? Ist das nur eine schwerere Krise zwischendurch? Sind die guten Werder-Zeiten erst einmal vorbei? Und droht Trainer Thomas Schaaf und Sportdirektor Klaus Allofs der Rauswurf? ARD-Fußball-Reporterlegende Manni Breuckmann über Werders Situation: