Wie vor 7000 Jahren der Sommeranfang gefeiert wurde

21.06.2011

Das bisher älteste entdeckte Sonnenobservatorium der Welt steht mitten in Deutschland. Die kreisrunde und geheimnisvolle Anlage ist sogar 2000 Jahre älter als Stonehenge. Ein Erlebnisbericht.

Blick in den Rundgang zwischen innerem und äußerem Ring der Kreisanlage. / © GNU/CC Wikimedia Wikimedia



Heute ist Sommersonnenwende, das heißt, der längste Tag des Jahres. In Berlin dauert der Tag heute 16 Stunden 50 Minuten, im Süden des Landes eine dreiviertel Stunde weniger. Ab heute werden die Tage also wieder kürzer und am Herbstanfang im September dauern sie bloß noch 12 Stunden.

freie Journalistin im Journalistenbüro von detektor.fmJanina Labhardtfreie Journalistin im Journalistenbüro von detektor.fm 

Dieses astronomische Phänomen ist einfach zu beobachten – bereits vor 7.000 Jahren haben die Menschen in der Jungsteinzeit einen Kalender konstruiert. Der Sonnenhöchststand des Jahres wurde wohl spektakulär gefeiert, denn Ausgrabungen im sachsen-anhaltinische Goseck haben interessante Funde ans Tageslicht gebracht. Experten der Archäologie, Astronomie und Antropologie bezeichnen den Fund dort als das bisher älteste entdeckte Sonnenobservatorium der Welt – sogar 2000 Jahre älter als Stonehenge. Janina Labhardt hat sich im Sonnenobservatorium in Goseck umgesehen

Zur heutigen Sonnenwende bietet der Verein ein Veranstaltungsprogramm in Goseck – Nachzulesen im Netz.