Wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk künftig komplett werbefrei?

29.01.2014

1,25 € für eine werbefreie Zukunft im öffentlichen Rundfunk? Die Ministerpräsidenten der Länder diskutieren über die Möglichkeit Werbung und Sponsoring in ARD und ZDF abzuschaffen.

Vielleicht ist Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk bald Geschichte. Bild: Michael Hamann / flickr.com

Weniger Werbung auf ARD und ZDF – oder sogar gar keine? Wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft werbefrei?

Ich plädiere zumindest dafür, die Debatte zu führen, um den öffentlich-rechtlichen im Verhältnis zum privaten Rundfunk ein Stück weit mehr noch ein Alleinstellungsmerkmal zu geben. Nämlich, dass man dort die Sendungen werbefrei schauen kann. – Marco Wanderwitz, CDU/CSU

plädiert für eine öffentliche Debatte über einen werbefreien öffentlich-rechtlichen Rundfunk.Marco Wanderwitzplädiert für eine öffentliche Debatte über einen werbefreien öffentlich-rechtlichen Rundfunk. 

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten stellt fest: Die Abschaffung von Werbung und Sponsoring in Hörfunk und Fernsehen würde jeden Beitragszahler pro Monat 1,25 € kosten. Den Sonderbericht  „Verzicht auf Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Rundfunk“ haben die Ministerpräsidenten der Bundesländer in Auftrag gegeben.

Jetzt beraten die Länderchefs darüber, ob das Gebührenplus aus dem neuen Rundfunkbeitrag für einen werbefreien öffentlich-rechtlichen Rundfunk eingesetzt wird. Fakt ist: die Sender dürfen die Einnahmen nicht behalten. Neben der Beitragssenkung für alle ist der Verzicht auf Werbung oder eine Reduzierung, eine mögliche Option.

Was hätte eine Werbefreiheit für Auswirkungen? Und wird das Programm dann besser? Darüber haben wir mit  Marco Wanderwitz gesprochen. Er ist kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Durch die Überzahlung von etwas mehr als 70 Cent bei der Haushaltsabgabe wäre ja schon ein erheblicher Teil des Bedarfs, den man um die Werbefreiheit zu ermöglichen bräuchte, gedeckt. – Marco Wanderwitz, CDU/CSU