Wissen: Ein Lesegerät für Blinde

19.11.2011

Die Touch-Screens moderner Mobiltelefone ziehen in die Welt der Computer ein. Die Anzeige-Möglichkeiten werden dadurch erweitert. So soll es beispielsweise möglich werden, Blindenschrift auf neuartigen Bildschirmen zu erzeugen. In Karlsruhe forschen Wissenschaftler an diesen neuartigen Displays.

Der Campus Nord des KIT in Karlsruhe. Foto: © Karlsruher Institut für Technologie kit.edu

Entwickelt wird es am KIT. Grafik: KIT / Bastian Rapp.Neuartiges Lesegerät für Blinde.Entwickelt wird es am KIT. Grafik: KIT / Bastian Rapp. 

Lesegeräte, die elektronische Sigale in die sogenannte Braille-Schrift transformieren gibt es bereits. Sie erzeugen die dreidimensionale schrift mit Hilfe von kleinen Stiften. Doch ihre Herstellung ist aufwendig, weshalb die Geräte sehr teuer sind.

Wissenschaftler des Instituts für Mikrostrukturtechnik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeiten daher gerade an einem technisch neuartigen Display für Blindenschrift.

Das Stichwort heißt Mikrofluidik: durch flüssigkeitsgesteuerte Ausbeulungen in der Kunststofffolie des Displays sollen die Punkte, die Blinde dann ertasten können erzeugt werden. Dadurch sollen die Lesegeräte in Zukunft zu erschwinglicheren Preisen verkauft werden können. Die Funktionsweise der Geräte erklärt der aktuelle Helmholtz-Podcast.

+++Der Helmholtz-Podcast ist eine Kooperation mit der Helmholtz Gemeinschaft deutscher Forschungszentren+++