Zeitungen: Ausgedient oder auf dem Weg der Neuverwirklichung?

25.02.2014

Nicht erst seit gestern stecken Tageszeitungen in der Krise: Auflagenzahlen gehen zurück, die Nutzer greifen auf kostenlose Online-Angebote zurück. Ist das Zeitungssterben besiegelt oder gibt es noch ein paar Strohhalme zum Greifen?

Läuft das Handy den Zeitungen bald den Rang ab? Foto: dunlan | flickr.com | Lizenz: CC BY 2.0

Gut 364 Jahre: So lange ist es her, dass die erste offizielle Tageszeitung veröffentlicht wurde. Das Medium Tageszeitung hält sich also schon wesentlich länger als Fernsehen, Radio oder geschweige denn das Internet. Heute geht alles schneller, aktueller: durch Push-Messages von Nachrichten-Apps und geteilten Onlineartikeln auf Facebook ist man immer up-to-date: der Spruch „Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ wird immer wahrhaftigter.

sieht schnellen Handlungsbedarf für Tageszeitungen.Michael Hallersieht schnellen Handlungsbedarf für Tageszeitungen. 

Brauchen wir Zeitungen?

Doch nicht nur andere Medien laufen der Tageszeitung den Rang ab – auch die Zeitungen selbst stehen sich im Weg. Viele Angebote haben den Medienwandel verschlafen und haben nun mit den Folgen zu kämpfen. Viel zu selten lassen sich die Medienmacher auf Innovationen ein.

Aber ist die Zeit der großen Tageszeitungen wirklich vorbei oder kann man das Printmedium noch retten? Darüber haben wir mit dem Medienwissenschaftler und Buchautor Michael Haller gesprochen.