Adventskalender Türchen 24: Scott Matthew

24.12.2011

„Geteiltes Leid ist halbes Leid“, scheint die Devise des New Yorker Singer-Songwriters Scott Matthew zu sein. Er singt über unerfüllte Liebe und zeigt in seiner Musik ganz offen, wie zerbrechlich er ist.

Scott Matthew - “Europäer haben einen ausgeprägteren Sinn für Romantik” (Foto: Promo).

Scott Matthew - Gallantry's Favorite Son

Gallantry's Favorite Son

Scott Matthew

(Glitterhouse, bereits erschienen)

Dass seine emotional geladenen, stillen und filigranen Songs mal um die Welt reisen und von tausenden Menschen gehört würden, hat Scott Matthew am Anfang seiner Musikerkariere nicht erwartet. Ihm half das Schreiben und Singen über seine innere Unruhe und sein lädiertes Herz in erster Linie, traurige Erfahrungen zu verarbeiten.

Es ist eine so direkte Verbindung zu den Tiefen der Seele. Singen ist eine der tollsten Sachen, die man auf diesem Planeten machen kann. Das sollte jeder versuchen. Es hilft!

Scott Matthew ist längst nicht mehr nur seiner depressiven Verstimmung unterlegen. Wenn er auf Tour ist, fühle er sich richtig wohl erklärt er. Heimweh befällt ihn selten.

Manchmal vermisse ich es, zuhause zu sein, jedoch nicht genug, um dann tatsächlich zurück nach Hause zu gehen. Ich liebe es zu touren.

2011 hat Scott Matthew über 50 Konzerte gespielt. Ausschließlich in Europa. Die meisten davon sogar in Deutschland. Denn Scott Matthews Musik kommt hier viel besser an, als in seinem Heimatland USA. Er erklärt sich das mit der langen Tradition der Romantik.

Europäer haben einen ausgeprägteren Sinn für Romantik. Die haben ja schließlich die Liebe erfunden. Es gibt hier einfach eine längere Tradition der Romantik und ich glaube, dass sich das auch auf die heutige Gesellschaft und deren Sensibilität auswirkt.

Für den detektor.fm-Adventskalender hat er in bester Scott Matthew-Manier einen traurig-romantischen Weihnachtssong eingespielt: Silent Nights.

Scott Matthew – Silent Nights (detektor.fm Akustik-Session)

Scott Matthew war im Oktober zu Gast bei detektor.fm. Das komplette Interview, Bilder und einen weiteren Song live im Studio gibt’s hier.