Adventskalender Türchen 8: O´Death

08.12.2011

Der Tod ist nicht unbedingt ein Thema, mit dem sich Popsongs füllen lassen. Die New Yorker Band O’Death wagt es trotzdem. Sie trägt den Tod nicht nur im Namen sondern auch in ihrer Bandgeschichte.

O’Death verorten sich irgendwo zwischen Country, Folk und Punk - auch auf der Bühne (Foto: Jacob Blickenstaff)

O´Death - Outside

Outside

O´Death

(City Slang, bereits erschienen)

Nach zwei erfolgreichen Alben und Touren in den USA wurde bei Schlagzeuger David Rogers-Berry vor drei Jahren ein bösartiger Knochentumor festgestellt. Für alle Bandmitglieder war klar, dass es ohne ihn nicht weitergehen würde. So lag O’Death erstmal für zwei Jahre auf Eis.

Nach langer Chemotherapie wurde Rogers-Berry wieder gesund und in diesem Jahr erschien das neue Album Outside. Den Bandnamen O’Death sehen die fünf Musiker seither als Mahnung, das Leben im Hier und Jetzt zu genießen.

Das Jenseits faszieniert keinen von uns. Daran glauben wir nicht, zumindest sind wir skeptisch. Ich finde, der Tod macht uns vor allem bewusst, wie bedeutend das Leben ist.

Outside knüpft da an, wo O’Death vor der Pause aufgehört hatten: ein fiedeliges Banjo, eine kratzige Geige und schwere Drums. Das klingt so überzeugend nach Wilder Westen, dass man kaum glauben kann, dass die Band aus New York City stammt. „Americana Gothic“ nennen sie selbst ihren Stil, den sie zwischen Country, Folk und Punk verorten.

Für den akustischen Adventskalender von detektor.fm haben O’Death den Song Black Dress eingespielt.

O’Death – Black Dress (detektor.fm Akustik-Session)

Im Mai waren O’Death zu Gast im detektor.fm-Studio. Das komplette Interview, Bilder und einen weiteren Song live im Studio gibt’s hier.