Album der Woche: 7 Days Of Funk – 7 Days Of Funk

16.12.2013

Für jeden Wochentag einen Funksong, haben sich Snoopzilla alias Snoop Dogg und Dâm-Funk gedacht und ihr Projekt 7 Days Of Funk genannt. Jetzt ist ihr gleichnamiges Debütalbum erschienen.

Snoopzilla und Dâm-Funk sind 7 Days Of Funk. (Foto: Eric Coleman)

Als Snoop Doggy Dogg war er Gangstarapper, als Snoop Lion Anhänger der Rastafari Bewegung – der kalifornische Musiker Snoop Dogg hat viele Namen. Für sein neues Projekt 7 Days Of Funk nennt er sich Snoopzilla und kehrt zu seinen – genau – Funk-Wurzeln zurück.

 

 


Das Album der Woche wird präsentiert von Sonos – das Wireless Hifi-System.


Dâm-Funk & Snoopzilla – Brüder im Geiste

Dâm-Funk und Snoop Dogg haben sich zusammengetan und servieren uns 7 Days Of Funk. Getroffen hat Snoop seinen Mitstreiter vor zwei Jahren in Los Angeles. Dâm-Funk war DJ bei einer Party und Snoop war so begeistert von seinen Beats, dass er sich das Mikro schnappte und losrappte. Dann traten sie zusammen beim SXSW auf und verstanden sich so gut, dass sie schließlich gemeinsam ins Studio gingen.

Der Produzent und Musiker Dâm-Funk ist natürlich kein Unbekannter. Neben seinen eigenen Veröffentlichungen hat er unter anderem schon mit Animal Collective, Ariel Pink und Toro y Moi zusammengearbeitet. Für Snoop ist es in diesem Jahr schon das zweite Album. Zuletzt hat unter dem Namen Snoop Lion eine Reggae-Platte veröffentlicht, zu der ihn ein Jamaika-Aufenthalt inspiriert hat.

Hommage an P-Funk Pionier Bootsy Collins

Bei 7 Days of Funk nennt sich Snoop Dogg jetzt Snoopzilla. Der Name ist eine Hommage an Bootsy Collins. Der hat zusammen mit George Clinton Ende der 60er den sogenannten P-Funk erfunden, eine von Psychedelic-Rock beeinflusste Version des Funk. Bootsy Collins nannte sich damals gelegentlich Bootzilla und heute hat er einen Gastauftritt bei 7 Days of Funk.

Rückkehr zum Sound von Doggystyle

Der Sound von 7 Days Of Funk erinnert an Doggystyle, das Debütalbum von Snoop Dogg. Anfang der 90er haben er und Dr. Dre damit das Genre G-Funk, also Ghetto-Funk aus der Taufe gehoben. Charakteristisch für G-Funk waren soul-inspirierte Grooves, eine tiefer Bass und billig klingende Synthesizer.

7 Days Of Funk vermischen 80er Elektro-Boogie mit 90er Westcoast-Hip-Hop und zeitgenössischem Nu-Funk. Ein zurückgelehnter Beat, ein paar frische Synthesizer- und Keytar-Riffs und Snoops entspannter Gesang – fertig ist die 2013er-Version von G-Funk.

Der andere Adventssoundtrack

Die lässigen Beats von 7 Days of Funk eignen sich sowohl zum Vorglühen, als auch zum Ausspannen. Wer also nach der Bescherung keine Lust mehr auf Jingle Bells und Alle Jahre wieder hat, für den liefern 7 Days of Funk den etwas anderen Weihnachtssoundtrack.