detektor.fm Plattenkoffer: Messer

Messer kompilieren

06.01.2015

Die Münsteraner Band Messer eint nicht nur die Vorliebe für Post-Punk, sondern auch eine große Sammelleidenschaft. Schlagzeuger Philipp Wulf hat für uns seine Lieblingsplatten rausgekramt und einen Mix aus Wave, Eighties-Avantgarde und Dark-Disko zusammengestellt.

Die Lieblingsplatten von Messer-Schlagzeuger Philipp Wulf. Collage: detektor.fm

Die Lieblingsplatten von Messer-Schlagzeuger Philipp Wulf. Collage: detektor.fm

Dass nicht immer nur Produzenten elektronischer Musik gute DJs sein müssen beweist diese Ausgabe des Plattenkoffers. Philipp Wulf ist Schlagzeuger der Gruppe Messer und außerdem DJ. Zusammen mit Paul Pötsch, dem Sänger der Band Trümmer, veranstaltet und bespielt er die Reihe „Euphorie“ im Golden Pudel in Hamburg.

Post-Everything

Messer sind nicht nur eine Band, sondern auch Fans. Anders als der vorliegende Mix ist die Musik der Band eher dem Post-Punk zuzuordnen. Wenig Synthie, viel Gitarre. Dagewesenes neu erfinden, neu interpretieren. Es gibt dennoch Schnittpunkte zwischen Mixtape und Band: Die Achtziger. Das erste Lebensjahrzehnt von Philipp Wulf und seinen Freunden.

Bisher haben Messer zwei Alben auf dem Label This Charming Man veröffentlicht. Ein neues folgt hoffentlich bald. Bis dahin lauschen wir dem Plattenkoffer-Mix von Bandmitglied Philipp Wulf.


Mit dabei

R-1335992-1210698083.jpegIch lege hin und wieder im Pudel in Hamburg auf. Wir veranstalten dort mit ein paar Freunden die Partyreihe "Euphorie". Ich finde es da immer besonders schön, schon früh am Abend aufzulegen, wenn sowieso noch niemand tanzen will. Einfach weil ich dann Stücke, wie dieses, laut über eine tolle Anlage hören kann. Und weil dieses Album von der Kante so toll produziert ist, dass es dann erst so richtig gut zur Geltung kommt.Kante - Moon, Stars & PlanesKitty-Yo, 2004 
R-502663-1187116292.jpegEs wundert mich immer wieder, dass Klaus Nomi längst nicht so bekannt ist wie manch anderer Künstler dieser Zeit. Da frage ich mich ob da vielleicht noch ein Revival aussteht. Wenn ich dieses Lied spiele, ernte ich oft eher irritierte Blicke, was mich dann umso mehr wundert. Da mich eigentlich kaum ein Lied so euphorisiert wie dieses hier.Klaus Nomi - Falling In Love AgainRCA Victor, 1981 
R-1287698-1356603218-7547.jpegOhne Prince geht eigentlich für mich überhaupt nichts mehr. Das ist eins meiner Lieblingsstücke von ihm und auch überhaupt. Es ist eigentlich viel zu lang, aber ich spiele es trotzdem gerne aus.Prince – D.M.S.R.Warner Bros. Records, 1982 
R-3120128-1401080006-9758.jpegDas Ende einer Nacht mag ich genauso wie den Anfang. Wer nämlich an einem Donnerstag in der Früh noch nicht zu Hause ist, der will da auch eigentlich nicht hin und tanzt zu so ziemlich allem, was uns einfällt. Da enstehen oft magische Momente, wenn in den letzten Stunden alle Rausschmeißer ziemlich tanzbar erscheinen. Dieser Song ist ein ziemlich gutes Beispiel dafür.Al Stewart – Year Of The CatJanus Records, 1976 

 Tracklist

01. Kante – Moon, Stars and Planes
02. Scritti Politti – Lions After Slumber
03. Grace Jones – Warm Leatherette
04. Holger Czukay – Cool in the Pool
05. Klaus Nomi – Falling in Love Again
06. Gino Soccio – Try It Out
07. Wings – Goodnight Tonight
08. Magazine 60 – Don Quichotte (No Están Aqui)
09. Donna Summer – Black Lady
10. Prince – D. M. S. R.
11. DAF – Voulez Vous Coucher Avec Moi Ce Soir
12. ESG – Tiny Sticks
13. Robert Palmer – Looking for Clues
14. Al Stewart – Year of the Cat