detektor.fm-Session mit Granada

Südsee-Vibes aus der steirischen Toskana

09.03.2017

Die Sonne scheint über Wien, auf dem Balkon sprießen die Palmen und man gönnt sich Pina Colada. Die Band Granada verlagert in ihren Liedern die Südsee nach Österreich, dialektale Färbung inklusive.

Südsteirische Toskana-Mentalität – Granada. Foto: Katharina Jessner

Wer hätte gedacht, dass Rockmusik mit Südsee-Vibes besonders dann sexy klingt, wenn man sie mit einem zünftigen Wiener Schmäh vorträgt? Die Grazer Band Granada grantelt in ihren Liedern zu Indie-Gitarren und Akkordeon-Begleitung über Palmen am Balkon und das Streetlife in Wien-Ottakring.

Die Melodie der Sprache

Seinen Ursprung hat dieser wilde Mix in einer Auftragsarbeit. Musiker Thomas Petritsch, der für sein Projekt Effi auf Englisch textet, soll die Musik zum Film „Planet Ottakring“ schreiben. Auf Deutsch, mit dialektaler Färbung. Weil die Arbeit daran so viel Spaß macht, wird aus einer Handvoll Songs schlussendlich ein ganzes Album.

Die Sprachmelodie ist komplett anders. Man hat andere Sprichwörter und betrachtet Dinge von einer anderen Seite. Gewisse Themen lassen sich im österreichischem Dialekt ganz gut ansprechen.

Granada haben letztes Jahr mit ihrem Debütalbum schon die österreichischen Charts aufgemischt. Dank Support-Shows mit den Sportfreunden Stiller und mit dem Schunkel-Hit „Eh ok“ nehmen Granada auch in Deutschland langsam Fahrt auf.

Sänger Thomas Petritsch erzählt in der detektor.fm-Session vom Spiel mit der Sprache, von der sonnigen Mentalität der „südsteirischen Toskana“ und spielt live eine Akustik-Version von „Eh ok“.