detektor.fm-Session mit Lasse Matthiessen

Kalter Champagner am Canal Saint-Martin

16.11.2017

Lasse Matthiessen pendelt zwischen Kopenhagen und Berlin, er holt sich in Paris Inspiration für neue Songs, um sie schließlich in einer verlassenen Kirche in der Nähe von Prag aufzunehmen. Doch sein intimer Folk funktioniert auch in kleinen Räumen. Höchste Zeit für eine detektor.fm-Session.

Als Kind schlief er unter dem Klavier

Dass Lasse Matthiessen einmal Musiker wird, stand eigentlich schon bei seiner Geburt fest. In Kopenhagen wuchs er mit der Plattensammlung seines Vaters auf,  der als Jazz-Pianist und Produzent aktiv war. Mit vier Jahren war er zum ersten Mal bei einem Konzert seines Vaters dabei – auch wenn er damals noch zu klein war, um die Musik wirklich zu verstehen. Manchmal schlief er auf den Füßen seines Vaters unter dem Klavier ein, während die Band Bebop-Jazz spielte.

Im Jazz-Umfeld begann er dann auch selbst mit dem Musik machen, merkte aber schnell, dass er eigentlich etwas ganz anderes wollte:

Ich möchte simple Songs schreiben und Platz haben, damit ich das singen kann, was ich gerne singen möchte. – Lasse Matthiessen

Großstadtnächte in Paris

Vier Alben hat Lasse Matthiessen schon veröffentlicht, mit seiner neuesten EP ist er gerade auf Tour. Die Inspiration dafür hat sich der Musiker, der sonst zwischen Kopenhagen und Berlin pendelt, in Paris geholt. Dort hat er sich für einen Monat eine Ein-Zimmer-Wohnung gemietet – eigentlich, um sein Französisch zu verbessern. So richtig geklappt hat das zwar nicht, stattdessen ist so der Titelsong des gleichnamigen Albums entstanden: „When We Collided“.

Ich habe eine Menge Musiker kennengelernt. Leute, die mir gute Orte zeigen konnten, wo man nachts gut kalten Champagner trinken und an den Kanälen sitzen kann. – Lasse Matthiessen

Lasse Matthiessen hat uns im Studio besucht und mit detektor.fm-Moderator Jakob Bauer über die Arbeit an seiner neuen EP gesprochen.

Redaktion: Laura Almanza, Gregor Schenk