“Eine sanfte Revolution” – Die Zukunft des Musikfernsehens

27.09.2012

"Video killed the radio star" sangen The Buggles 1979. Heute könnte man singen "Internet killed the video star". Oder doch nicht? Dass Musikfernsehen auch im Internet funktionieren kann, zeigt tape.tv. Ein Gespräch mit Chefin Stephanie Renner darüber, wie neue Technologien Musikfernsehen verändern.

Puzzlespiele, Homestorys, Künstlerportraits – Das Musikfernsehen der Zukunft muss mehr bieten als bloße Musikclips, sagt Renner. 

„Dieser Content ist in ihrem Land nicht verfügbar“, erzählt Youtube denen, die auf der Suche nach Musikvideos sind. Anders bei tape.tv. Hier wird man fast immer fündig. Stephanie Renner und Conrad Fritzsche haben den Sender 2008 in Berlin gegründet und streben seitdem nach vorne. 45.000 Clips hat tape.tv nach eigenen Angaben derzeit im Archiv und bietet dem Nutzer damit „personalisiertes Musikfernsehen“, also Clips, je nach Lust und Laune des Zuschauers. Tape.tv versteht sich aber nicht nur als bloße Videoplattform, sondern als eigenständiger Sender. In Kooperation mit SpiegelOnline fand Anfang September zum Beispiel das Auf den Dächern-Festival statt – ein Festival auf den Dächern Berlins.

ist Mitgründerin und Chefin von tape.tvStephanie Rennerist Mitgründerin und Chefin von tape.tv 

Die Zukunft des Musikfernsehens, sagt Stephanie Renner im Gespräch mit detektor.fm, liegt im Nutzer selbst. Den darf man nicht aus den Augen verlieren, wenn man neue Sende- und Werbekonzepte plant. Die herkömmliche Werbeunterbrechung zwischen den Videoclips hat ausgedient. Tape.tv setzt auf andere Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Welche das sind, darüber spricht Renner im Interview. Außerdem erzählt sie, wieso tape.tv keine Probleme mit der Gema hat, wie das Handy das Musikfernsehen verändert und wie das eigentlich funktioniert, personalisiertes Musikfernsehen.

Interview mit tape.tv – Die Zukunft des Musikfernsehens