Indierock-Band Augustines im Interview

"Das Leben ist unsere Bühne"

13.11.2014

Augustines sind eine waschechte Live-Band. Seit drei Jahren touren sie durch die Welt. Sie waren in mehr als 23 Ländern unterwegs und haben mehr als 250 Konzerte gespielt. Ein Gespräch über das Leben auf der Bühne.

Billy McCarthy und Eric Sanderson von Augustines zu Gast im Studio. Foto: detektor.fm

Das amerikanische Trio Augustines ist bekannt für seine Bühnenshows. Seit Jahren sind Augustines auf Tour und ihre Konzerte sind fast immer ausverkauft. Am wichtigsten ist es für sie, bei Konzerten eine Verbindung mit dem Publikum aufzubauen. Mal gelingt ihnen das mit Humor, mal werden sie philosophisch, manches Publikum mag es wütend und schweißtreibend und oft ist es einfach eine Mischung aus alle dem. Besonders wichtig ist ihnen dabei, dass sie authentisch sind.

Wir brauchen ein paar Minuten um herauszufinden, was die Wand zwischen dem Publikum und uns zum Einbrechen bringt. Es gibt keine Mauer, die wir nicht einreißen können. – Billy McCarthy

Wenn man drei Jahre auf Tour ist, passieren einige skurrile Geschichten. Einmal  fuhren sie in Kanada auf einer vereisten Straße mit nur drei Rädern. Dass ihnen eins fehlte, merkten sie allerdings erst ziemlich spät, wie ein Schlitten sind sie auf der Straße entlanggeschlittert.

Ein Leben aus dem Koffer

Das ist es, was Sänger und Gitarrist Billy McCarthy an dem Leben auf Tour so sehr genießt. Man erlebt viele Abenteur und reist in die unterschiedliochsten Länder. Seit ein paar Jahren lebt er aus seinem Koffer, an einen festen Wohnsitz denkt er gerade noch nicht.

Momentan fühlt es sich für mich richtig an, einfach nur vor mich hin zu leben. Ich leide immer noch unter einem „Hangover“ der letzten anstrengenden Jahre. Ich konnte mir nicht mal einen Anzug für Erics Hochzeit leisten.

Mehr als zwölf Jahre mussten Billy McCarthy und Eric Sanderson kämpfen, um mit Augustines dort zu sein, wo sie heute sind. Streit mit dem Musiklabel, Namensänderungen und der Suizid eines Familienmitgliedes waren große Steine im Weg der Band. Doch die scheinen sie, alle auf ihre Weise, beiseite geräumt zu haben.

„All the boys are writing“

Drei Jahre sind vergangen zwischen dem Debütalbum „Rise Ye Sunken Ships“ und dem Anfang des Jahres veröffentlichten, selbstbetitelten Nachfolger. Dieses Mal wird es wohl nicht ganz so lange dauern. Neben den vielen Konzerten und den Reisen quer durch die Welt, nehmen sie sich Zeit und schreiben fleißig an neuen Songs, wie sie uns verraten haben.