Keine Angst vor Hits – Folge 10

31.08.2011

Feist groovt mit rekordverdächtig langsamen 62 Beats per Minute, Matt & Kim gehen mit einem Rapper und einem Rocker ins Studio und Noel Gallagher zeigt seinem Bruder, wie man es richtig macht. Die neuen Songs auf der detektor.fm Playlist.

Im September kommt “Metals”, das neue Album von Feist (Foto: © Mary Rozzi / Universal Music).

Feist – How Come You Never Go There

Was da so gemächlich vor sich hin groovt, ist das erste Appetithäppchen des neuen Feist-Albums. How Come You Never Go There ist kein Instant-Pophit wie einst 1,2,3,4, sondern schleicht sich subtil durch die Hintertür rein, so dass man erst bei der Hälfte des Songs merkt, wie der Kopf schon die ganze Zeit manisch im Takt wippt. Im Netz gibt’s schon kleine, geheimnisvolle Videoschnipsel, in denen man einen Eindruck zu den Aufnahmen der neuen Feist-Songs bekommt. Sei es ein von Produzent und Mitmusiker Chilly Gonzales angezähltes Streicher-Ensemble, oder Leslie Feist inmitten eines inbrünstigen Frauen-Chors. Wir sind neugierig, was die Kanadierin in Big Sur an der kalifornischen Küste fabriziert hat. Für die Aufnahmen hat sie sich dort in einem riesigen Atelier eingerichtet und in gerademal zweieinhalb Wochen das komplette Album eingespielt. Bis Ende September müssen wir uns noch gedulden, dann erscheint Metals, das neue Album von Feist. Vielleicht hört ja bis dahin auch das Kopfwippen auf.

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Florence + The Machine – What The Water Gave Me

Noch eine Grand Dame des Pop. Florence + The Machine melden sich zurück, die Band um Sängerin Florence Welch. Mit ihrem ersten Album haben sie auf Anhieb den Sprung in die Massenkompatibilität geschafft. Beim den Arbeiten am neuen Album ging es laut Welch darum, sich die sonderbarsten Momente des ersten Albums zu nehmen, um die zu einem großen Ganzen zu formen. Dazu haben sich die Engländer in den legendären Abbey Road Studios eingenistet. Rausgekommen ist unter anderem der Song What The Water Gave Me, benannt nach einem Bild der mexikanischen Malerin Frida Kahlo. Der Song baut sich in seinen fünfeinhalb Minuten zu einem wuchtigen Bombast-Popsong auf. Und natürlich darf auch hier der Chor nicht fehlen. Einen Namen hat das neue Album noch nicht, ein Veröffentlichungsdatum aber schon: Anfang November soll’s rauskommen.

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Matt & Kim – I’m A Goner (feat. Soulja Boy & Andrew W.K.)

In Zeiten, in denen mit Musik kein Geld mehr verdient wird und die Werbe-Etats großer Marken zum täglich Brot der Musikindustrie gehören, scheint es auch irgendwie normal zu sein, dass ein großer amerikanischer Schuhhersteller einen Song rausbringt. Und das nicht zum ersten Mal. Converse sperrt regelmäßig drei Musiker oder Bands zusammen in ein Studio. Diesmal den Rapper Soulja Boy, den Rocker Andrew W.K. und das gutgelaunte Popduo Matt & Kim. Matt bringt’s auf den Punkt: Alle drei kommen aus unterschiedlichen Ecken, am Ende läuft’s docch aber auf ein und dasselbe hinaus, nämlich Popo schütteln und Spaß haben. Den Song gibt’s als kostenlosen Download bei Converse.

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Noel Gallagher’s High Flying Birds – The Death Of You And Me

Es gibt diese Fragen, die die Welt grundlegend in zwei Lager spalten. Kaffee oder Tee, Hund oder Katze, Nutella mit oder ohne Butter aufs Brötchen oder eben: Liam oder Noel Gallagher. Der eine hat den Bandnamen Oasis durch Beady Eye ersetzt und macht weiter wie gehabt. Der andere verkündete der englischen Journaille jüngst auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz  die frohe Kunde über seine Band Noel Gallagher’s High Flying Birds“. Von The Death Of You And Me kann sich Liam mal ’ne Scheibe abschneiden. Das selbstbetitelte Debütalbum kommt im Oktober.

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New Navy – Zimbabwe

Den ganzen Papierkram mal Papierkram sein lassen und einfach abhauen, Urlaub machen. Diesen Wunsch hegt nicht nur jeder Büromensch, sondern auch die australische Band New Navy in ihrem Song Zimbabwe. New Navy kommen aus Sydney, haben just ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben. Nicht ganz unschuldig dürfte da jener höchst hitverdächtige Song sein. Wer Two Door Cinema Club mag, wird Zimbabwe nach zwei Takten abfeiern. Wer urlaubsreif ist, steigt spätestens im Refrain ein. Zimbabwe ist Teil einer EP namens Uluwatu, benannt nach dem gleichnamigen Surferparadies auf Bali, wo die Band die Songs der EP geschrieben hat.

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