Keine Angst vor Hits – Folge 2

09.02.2011

Die Neuheiten der detektor.fm-Playlist. Heute mit Untenrum-Geschichten von The Vaccines und Amanda Palmer, durchgeknallten Isländern, sowie neuen Songs von Chikinki und Fleet Foxes.

Ausschnitt des Covers von “Amanda Palmer Goes Down Under” (http://amandapalmer.net)

The Vaccines – Post Break-Up Sex

Allein für den Refrain gehören The Vaccines geadelt: Post break-up sex that helps you forget you ex / what did you expect from post break-up sex? Gekleidet ist die Botschaft in wunderschön verspulten Lo-Fi-Pop. Ein fast schon luschig gespieltes Schlagzeug, ganz viel Echo auf den Gitarren und fertig ist der vielleicht aktuellste London-Hype. Der NME hat den Vaccines schon den „wichtige Band für 2011“-Stempel aufgedrückt. Damit ist deren Schicksal quasi besiegelt. What did you expect From The Vaccines? heißt das Debütalbum, das hierzulande am 18. März erscheint.

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Amanda Palmer – Map Of Tasmania

Untenrum-Thematik, die Zweite. Amanda Palmer kennen manche vielleicht noch als Sängerin der Dresden Dolls. Amanda Palmer Goes Down Under heißt ihr neustes Werk. Das hat nicht nur damit zu tun, dass sie die Songs in Australien geschrieben hat. Auch der Song Map Of Tasmania strotzt nur so vor Zweideutigkeit.

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Retro Stefson – Kimba

Neue Musik aus Island. Wer bei Retro Stefson aber an den typischen Island-Sound à la Sigur Rós denkt ist komplett auf dem Holzpfad. Retro Stefson ist der Name eines blutjungen und absolut durchgeknallten Septetts, das sich auf seinem Debütalbum Kimbabwe einmal quer durch die Musikgeschichte zitiert. Jeder Versuch diese Band unter irgendeinem Stil zu subsummieren kann nur nach hinten losgehen. Dazu kommt, dass Retro Stefson in ihren Songs mal isländisch, mal französisch, mal portugiesisch und auch ein bisschen englisch texten. Schön, wenn jemand so kompromisslos alle Klischees über Bord wirft. Das Ganze kommt mit einer unbändigen Spielfreude daher – wir sagen: Vorsicht, ansteckend! Hierzulande ist das Album von Retro Stefson leider noch nicht erschienen. Im Netzt raunt man sich aber zu, dass internationale Label-Deals so gut wie unterschrieben sind. Wir drücken die Daumen.

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Chikinki – Bitte Bitte

Chikinki sind zurück – die Band aus Bristol, die ihren fehlenden Bassisten durch zwei Keyboarder wettmacht und uns Ohrwürmer wie You Said beschert hat. Den Rauswurf bei einer großen Plattenfirma längst verdaut, haben die Teilzeit-Berliner ein neues Album aufgenommen. Gitarrist Ed East hat sich dazu vor ein paar Jahren ein Studio in Berlin aufgebaut. Dort entstanden die meisten Songs und das dürfte auch erklären, warum der erste Vorbote Bitte, Bitte heißt. Das dazugehörige Album nennt sich passenderweise Bitten und erscheint am 11. März.

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Cocoon – Comets

Cocoon sind in ihrer Heimat Frankreich schon eine große Nummer. Das Debütalbum mit Gold ausgezeichnet, die erste Welt-Tournee schon hinter sich, hat das Duo nun sein zweites Album aufgenommen – Where The Oceans End erzählt die Geschichte eines Wals. Wenn man dem Video zu Comets Glauben schenkt, dann hat dieser Wal nicht nur ein flauschiges Fell, sondern kann obendrein auch fliegen. Musikalisch setzen Cocoon das mit herzallerliebstem Songwriter-Folk und bittersüßem Junge-Mädchen-Gesang um.

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Fenech-Soler – Demons

Fenech-Soler aus dem englischen Örtchen Kings Cliff halten es da nicht ganz so traditionell und schichten in ihren Songs Synthie über Synthie. Wer gerne mal zu Friendly Fires oder Phoenix eine flotte Sohle aufs Parkett legt, wird auch bei Demons Feuer und Flamme sein. Der Song ist genau genommen schon die dritte Single-Auskopplung aus Fenech-Soler’s selbstbetitelten Debütalbum. In England ist es schon seit geraumer Zeit zu haben. Hierzulande kommt der Longplayer am 11. März.

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Mitzi – All I Heard

Selbes Metier, anderes Land. Mitzi kommen aus dem sonnigen Brisbane in Australien. Mit All I Heard hat das Quartett eine mitreißende Disco-Pop EP abgeliefert, die momentan in der Blogwelt für allerhand Wirbel sorgt.

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Ramesh – The King

Ramesh, so heißt der Sänger der texanischen Band Voxtrott, die sich letztes Jahr leider aufgelöst hat. Ramesh macht nun alleine weiter. The King begeistert mit seinem herzzerreißend theatralischen Refrain und einem Harmonium, das Ramesh einst in Neu-Dehli erstanden und mit viel Mühe und Geduld durch den Zoll ins heimische Studio geschleust hat.

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Toro Y Moi – Still Sound

Chazwick Bundick, besser bekannt als Toro Y Moi, wird gerne das Label Chillwave aufgedrückt. Was genau das heißt, kann in der Hysterie und dem Blogger-Wahn um neue Hypes, Genres und Sub-Genres wohl kaum einer mehr so richtig fundiert erklären. Erklärungsversuche klingen dann oft so verwaschen wie Chillwave selbst. Fakt ist, Toro Y Moi gelingt in Still Sound eine höchst entspannte und rückwärtsgewandte Mixtur aus knarzigen Bassläufen und funky E-Piano-Licks.

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Fleet Foxes – Helplessness Blues

Auch an längst vergangene Jahrzehnte erinnert die Musik der Fleet Foxes. Mit der kann man sogar im Elternhaus punkten, sofern dort Brian Wilson-Platten vorhanden sind. Im April kommt der lang ersehnte Nachfolger des Debütalbums. Helplesness Blues heißt er. Den Titel-Song gibt’s geschenkt auf der Website der Band. Macht gierig aufs Album.

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