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Future Islands
Foto: Justin Flythe

Keine Angst vor Hits

Zusammen ist man weniger allein

The Streets feiert sein Comeback mit Smartphone und vielen Gästen, auch Jessy Lanza präsentiert talentierte Kolleg*innen, Future Islands melden sich zurück und The Beths sind Neuseelands Antwort auf den Powerpop von Nada Surf. Außerdem: das Pop-Kultur-Festival online. All das und mehr in Keine Angst vor Hits.

Neue Alben

The Beths – Jump Rope Gazers

The Beths sind ein Indiepop-Quartett aus Auckland. 2018 konnten sie sich mit ihrem Debütalbum “Future Me Hates Me” einen Namen in der Szene ihrer Heimatstadt machen. Nach positivem Echo bei Rolling Stone und Pitchfork, ersten Auftritten übersee und im Vorprogramm von Death Cab for Cutie haben sie ihre „normalen“ Jobs hingeschmissen und widmen sich seitdem ganz der Musik. Die neuen Songs für das zweite Album „Jump Rope Gazers“ hat Sängerin und Gitarristin Elizabeth Stokes unterwegs geschrieben.  Ungewissheit und Selbstzweifel verpacken sie und ihre drei Mitstreiter in mitreißenden Powerpop-Songs.

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The Streets – None Of Us Are Getting Out Of This Life Alive

Mit „Original Pirate Material“ hat Mike Skinner alias The Streets UK Garage-Sounds und schnodderigem Sprechgesang Anfang der Nullerjahre populär gemacht. Nach 2011 wurde es eine ganze Weile ruhig um Skinner, aber nach ausverkauften Konzerte 2019 war es nur eine Frage der Zeit bis es auch neue Musik geben würde. „None Of Us Are Getting Out Of This Life Alive“ ist also das offizielle Comeback-Mixtape/Album. Darauf gibt es immer noch vornehmlich Clubsounds zwischen Grime-Beats und wobbeligen Bässen. In seinen immer noch amüsanten Texten geht es nicht mehr um Binge-Drinking, sondern vor allem um Smartphones. Außerdem geben sich viele interessante Gäste wie Tame Impala, IDLES oder Ms Bank die musikalische Klinke in die Hand.

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Dinner Party – Dinner Party

Gibt man „Dinner Party“ bei Spotify ein, bekommt man erstmal irgendwelche Easy-Listening-Playlists angezeigt. Dinner Party ist ab sofort aber auch der Name einer Supergroup bestehend aus dem Pianisten Robert Glasper, den Saxophonisten  Kamazi Washington und Terrace Martin und dem Produzenten 9th Wonder. Die kennen sich schon seit vielen Jahren und haben auch schon in diversen Projekten gemeinsam musiziert. Diesen entspannte, aber inspirierten Umgang miteinander hört man auch auf ihrem Debütalbum „Dinner Party“. Jazz, Hiphop und 70er-Soul  werden hier gekonnt zusammengeführt und neben der relaxten Musik werden in den Texten auch nicht so entspannte Themen wie Polizeigewalt angesprochen.

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Neu auf der Playlist

Future Islands – For Sure

Synth-Pop-Bands gibt’s ne Menge. Und 80er-Anleihen sind ohnehin allgegenwärtig in der aktuellen Popmusik. Future Islands haben es aber immer geschafft, aus diesem Durchschnitts-Sumpf erheblich herrauszustechen. Vor allem durch ihren Sänger Samuel Herring. Der tanzt immer zwischen leicht spackig und komplett besessen über die Bühne. Allerdings haben er und seine Band drei Jahre lang Pause davon gemacht. Nun kommen Future Islands zurück. Mit einer für ihre Verhältnisse mittleren Dosis Pathos und einem Retro-80er-Video zu “For Sure”.

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Jessy Lanza – Anyone Around

Die Kanadierin Jessy Lanza ist Kritikerliebling. Ihre beiden Alben “Pull My Hair Back” und “Oh No” wurden hoch gelobt und wecken dementsprechend Vorfreude auf das dritte Werk “All the Time”, das Ende Juli erscheinen wird. Lanzas Sound ist hypermoderner Glitch-Pop, jeder Sound und jedes Sample in “Anyone Around” sind gefühlt mindestens 15 Mal durch den Effekt-Wolf gedreht. Diese Effektorgien sind aber gleichzeitig präzise und reduziert zusammenarrangiert. Weshalb Jessy Lanzas Songs zwar zeitgeistig sind, aber sie vermeiden die Aufdringlichkeit anderer Produktionen, die gerne zeitgeistig sein wollen. Ebenso hyperaktuell ist das Video im Stile eines musikalischen Zoom-Massenmeetings, inklusive Cameo-Auftritten anderer Größen der elektronischen Musik wie Boy Harsher, Junior Boys und Caribou.

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James Blake – Are You Even Real?

Bei James Blake müssen wir meistens nicht lang überlegen. Sein Talent auf Genre-Grenzen zu pfeifen, seine traurigen, intimen Elektronik-Arrangements und sein Gespür für den Pop-Appeal der Sperrigkeit haben ihn zu einem der erfinderischsten Popkünstler der letzten zehn Jahre gemacht. Und dazu geführt, dass Größen aus allen heute populären Musiksparten mit ihm gearbeitet haben. Sein neuester Track “Are You Even Real?” ist ebenfalls Produkt einer Zusammenarbeit. Und zwar mit Songwriterinn Starrah, die schon für Maroon 5, Nicky Minaj, The Weekend, Madonna und Calvin Harris geschrieben hat. Blake unterstreicht damit seinen Ruf als Kollaborations-Künstler. Gleichzeitig hat er die Musik zu “Are You Even Real?” selbst aufgenommen und als Toningenieur produziert.

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