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Myd // Bild: Alice Moite
Myd // Bild: Alice Moite

Keine Angst vor Hits

Revolution und Wäscheklammern

Eels und Balthazar machen Musik für Fans von Eels und Balthazar. Common ist Fan von Michelle Obama und ruft auf ihrem Insta-Kanal und seinem Album zur Wahl auf. Und Myd und Mac DeMarco sind gegenseitig Fans von sich. Das und mehr in unserem wöchentlichen Musikupdate Keine Angst vor Hits.

Neue Alben

Common – A Beautiful Revolution

Seine erfolgreichsten Zeiten hatte der Rapper Common wohl Mitte der 2000er. Mit Conscious Rap als Gegenentwurf zum Gangsta Rap hatte er sich in der Szene einen Namen gemacht. Und auf sein Album „Be“ konnten sich 2005 wirklich alle einigen: Fast 40 Magazine und Zeitungen in den USA und Europa setzten es auf ihre Alben des Jahres-Listen. Es hagelte Grammys und andere Preise. „A Beautiful Revolution Pt. 1“ ist schon das 13. Studioalbum von Common. Namhafte und weniger namhafte Gäste wie Black Thought, Lenny Kravitz, Robert Glasper und die Sängerin PJ sind vertreten. Einer erneuten Grammy-Nominierung stünde sicher nichts im Weg, aber primär geht’s um politische Aktivierung und sanftes, friedfertiges Empowerment. Quasi der Gegenentwurf zum Wirtschafts- und Politgangster im Weißen Haus, zu dessen Abwahl Common auch explizit aufruft.

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Ane Brun – After The Great Storm

Von den Grammys zu den skandinavischen Pendants: Auf Nominierungen für Grammis (Schweden) und Spellemanprisen (Norwegen) hat die Sängerin Ane Brun eine Art Abo. Mit ihrer beeindruckenden Stimme ist sie mittlerweile zu groß für die Nische des Singer-Songwritertums, in dem Brun in den 2000ern angefangen hat. „After the Great Storm“ entstand in der langen Trauerphase über den Tod ihres Vaters. Normalerweis, so Brun, konnte sie einschneidende Ereignisse immer gut durch Musik kanalisieren. Der Verlust ihres Vaters stellte sie aber vor eine Schreibblockade, die sie erst nach drei Jahren überwinden konnte. In einer Hütte tief in den norwegischen Bergen dann ein kreativer Durchbruch. Das Ergebnis: ein sehr skandinavisch anmutendes Popalbum – klar und druckvoll produziert, mit ein bisschen Pathos und einer gewissen mystischen Qualität.

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Eels – Earth to Dora

Wie Common veröffentlichen auch Eels bereits Studioalbum Nummer 13. Eels wurde ursprünglich Mite der 90er als Band gegründet, ist aber seit Jahrzehnten nur noch das Projekt von Mastermind Mark Oliver Everett alias E. Themen, mit denen er sich immer wieder auseinandersetzt sind auch auf „Earth to Dora“ dominant Niedrige Selbstachtung, Verliebtsein und die mal euphorischen, mal traurig stimmenden Mischungen daraus. Die charakteristische und warm-angerauhte Stimme von E funktioniert auch wie immer. Kurz gesagt ist das neue Eels-Album vor allem für Fans von Eels hörenswert. Für alle lesenswert ist hingegen das fiktive Promo-Interview mit John Lennon, das auf der Webseite zu lesen ist.

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Neu auf der Playlist

Balthazar – Losers

Unsere Lieblingsbelgier sind zurück! Balthazar haben mit „Losers“ ihr neues Album angekündigt, das „Sand“ heißen und am 29. Januar erscheinen wird. „Losers“ setzt den lässigen Indie Lo-Fi Pop des letzten Albums „Fever“ fort und zeigt, dass Balthazar ihren Sound mittlerweile mehr als gefunden haben. Angekündigt sind für das neue Album mehr Schlagzeug-Samples und Bass-Synthesizer. Was laut den beiden Bandleadern Maarten Devoldere und Jinte Deprez auch auf Corona-bedingte Remote-Sessions zurückzuführen ist. „Losers“ macht auf alle Fälle schon mal gespannt, auf das, was da kommen wird.

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Myd (feat. Mac DeMarco) – Moving Men

Der französische Musiker, Produzent und Tontechniker Quentin Lepoutre, alias Myd, und Slacker-King Mac DeMarco sind schon lange Fans von einander. Bei einer Mac DeMarco Show in Paris haben sie sich kennengelernt. Nun arbeiten sie auch zusammen und haben kürzlich den sonnig-fröhlichen Track „Moving Men“ aufgenommen. Die Idee kam den beiden, als Myd ein Geschenk für Mac DeMarco quer durch Los Angeles manövrieren musste. Dabei handelt es sich um den schicken Sportwagen aus dem Video von Justice – „Fire“. Das Album zu „Moving Men“ wird Anfang 2021 erscheinen.

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Sophia Kennedy – Orange Tic Tac

Die orangene Tic Tac-Version schmeckt so künstlich, dass eigentlich nur Kinder daran Freude haben sollten. Was finden also Erwachsene daran? Das fragt sich Sophia Kennedy, eine US-amerikanische Künstlerin, die schon lange in Hamburg lebt. Im Gegensatz zum fragwürdigen Geschmack der Zuckerdragees, tritt Kennedy in „Orange Tic Tac“ stilsicher auf. Auch wenn der Duktus in Strophe und Refrain sehr unterschiedlich ist, wechselt sie mühelos zwischen rohem Sprechgesang und glattem Pop, der auf die großen Bühnen passt. Das Video zum Song wurde an einem Take aufgenommen.

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