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Dan Snaith alias Caribou. Foto: Amber Elise
Dan Snaith alias Caribou. Foto: Amber Elise

Keine Angst vor Hits

Das überfahrene Casio

Unerwartete Wendungen prägen die neuen Songs von Caribou, Noga Erez steigt eine unendliche Treppe hinauf und Frank Spilker von Die Sterne ist nur ein bisschen altersmilde. Das alles und noch viel mehr gibt’s in der neuen Folge von „Keine Angst vor Hits“.

I’m the kid who was terrified of singing anything, even happy birthday or anyting, in front of other people. A big part of the change was quite often get on stage on front of thousands of people and sing. Tell my five year old self that and it would have blown my mind. – Caribou

Neue Alben

Caribou – Suddenly

Suddenly ist das siebte Studioalbum von Dan Snaith alias Caribou. Der Vorgänger Our Love war das Konsensalbum 2014, entsprechend hoch waren die Erwartungen und sie werden nicht enttäuscht. Ob sanfte Strophe und hibbeliger Teil gekrönt von einem quietschenden E-Gitarrensolo oder alte Aufnahmen seiner Mutter mit melancholischem Gesang, die Songs sind voller unerwarteter Wendungen und Stilwechsel. Housebeats, Disco, Hiphop – der kreative Umgang mit Sounds ist auch auf Suddenly Caribous Markenzeichen.

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Die Sterne – Die Sterne

Kaum zu glauben, aber wahr: vor 27 Jahren ist das erste Sterne-Album Wichtig erschienen. Das neue heißt schlicht und ergreifend Die Sterne. Mastermind Frank Spilker hat sich unter anderem Von Spar, das Kaiser Quartett und Carsten „Erobique“ Meyer ins Studio geladen, die unüberhörbare Spuren hinterlassen haben. Von Funk über Wavepop und Italopop ist das Album eine bunte Stil-Wundertüte. Auch nach all den Jahren nimmt Spilker kein Blatt vor den Mund und verpackt seine lakonischen Weisheiten immer noch in interessante Bilder.

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Soccer Mommy – Color Theory

Soccer Mommy ist das Projekt von Sophie Allison. Vor zwei Jahren wurde ihre Debütalbum von der New York Times zum Album des Jahres gekürt. Auf Color Theory widmet sie sich den anhaltenden psychischen und familiären Problemen, die sie seit ihrer Pubertät prägen. Musikalisch zeigt sich Color Theory gereift: melodisch, an der Oberfläche schimmernd, darunter beunruhigend düster: Krankheit, Vergänglichkeit, Tod sind ihre Themen. Momente der Leichtigkeit gibt’s auch, alles gekonnt verpackt in perlige Gitarren und melancholische Indiepopästhetik.

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Neu auf der Playlist

Noga Erez – VIEWS (ft. Reo Cragun & ROUSSO)

Nach ihrem 2017er Debütalbum Off The Radar meldet sich die israelische Künstlerin Noga Erez mit VIEWS (feat. Reo Cragun & ROUSSO) zurück. In VIEWS kombiniert sie forsche Texte und hippe Pop-Hooks. Der Song ist eine Referenz an die absurde Angewohnheit in sozialen Medien für Views zu bezahlen – um eine Welt, die vom Social Media Game definiert wird. Im Video steigt sie eine nicht enden wollende Treppe hinauf. Es geht um die Übersättigung von Informationen; die Erkenntnis, dass die Promotion des persönlichen Lebens oft die wahre Stimme – in diesem Fall die Musik – überschattet.

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Car Seat Headrest – Can’t Cool Me Down

Das neue Album von Car Seat Headrest heißt Making A Door Less Open. Die Tracks entstanden in den letzten vier Jahren als fruchtbare Kollaboration zwischen Car Seat Headrest und 1 Trait Danger, einem elektronischen CSH-Nebenprojekt. So wurde das Album letztlich doppelt aufgenommen: Einmal live in voller Bandbesetzung mit Gitarren, Drums und Bass und einmal in einer MIDI-Version, nur mit synthetisch erzeugten Sounds. Ein erstern Vorbote ist Can’t Cool Me Down – eine charmante Mischung aus Toledos charakteristisch-nervösem Gesang und einem verbeulten Casio-Sound.

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Phoebe Bridgers – Garden Song

„Wenn der Skinhead nebenan verschwindet, pflanze ich einen Garten.“ Das singt sinngemäß Phoebe Bridgers in ihrem neuen Garden Song. Dazu erklingt ein Loop aus Beat und gezupfter Gitarre, der sich anhört, als würde er von  einer ausgeleierten Kassette kommen. Das Ergebnis ist eine sehr melancholische, intime Atmosphäre. Sofort erscheinen vorm inneren Auge die Bilder von rauchenden Personen auf dem Dach bei Sonnenuntergang.

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