Planningtorock im Interview

Let's talk about gender, baby!

03.03.2014

Mit ihrem dritten Album „All Love's Legal“ wird Planningtorock sehr politisch. Ein Songtitel davon sagt eigentlich schon, um was es ihr geht: „Let's Talk About Gender, Baby“. Warum ihr dieses komplexe Thema so wichtig ist, hat sie uns im Interview verraten.

Jam Rostron vor ihrem Konzert in Leipzig - ohne Maske. (Foto: detektor.fm)

Die britische Musikerin und Performance-Künstlerin Planningtorock versteht sich als Kämpferin für Geschlechter-Neutralität. Ihre Auseinandersetzung mit der Geschlechterfrage beinhaltet aber weit mehr als nur ihre Texte: Sie zieht Masken oder Perücken an,  verfremdet ihre Stimme und änderte ihren Namen Janine in den geschlechterlosen Namen Jam.

Die Genderfrage ist eigentlich ein Thema, das uns alle betrifft. Wir werden von Geburt an in Stereotypen reingezwängt, egal ob wir das wollen oder nicht. Gender ist aber mehr als nur ein Überbegriff für unsere biologischen Unterschiede: Es greift uns direkt in unserer Identität an. Es bestimmt, wie wir uns anziehen, wie wir uns verhalten sollen, wie wir wahrgenommen werden. Das sind aber eigentlich persönliche Eigenschaften, die man lieber für sich selbst individuell entscheiden möchte.

Dieses Thema ist sehr komplex und schwerfällig. Aber ich wollte, dass es sich fröhlich und leicht anfühlt darüber nachzudenken.

Jam Rostron, so heißt Planningtorock eigentlich, hasst diese engstirnige Aufteilung in zwei Rollenbilder. Sie hat uns erzählt, warum sie das Thema so beschäftigt, von was für einer Welt sie träumt und inwiefern sie das Genderthema in ihrer Musik verarbeitet.