Luftmoleküle und Gewackel – wozu der Mensch Musik hört

22.07.2010

Ohne geht es nicht: aber warum machen wir Musik? Was passiert im Hirn, wenn wir sie hören? Wir haben einen Experten gefragt - und Erstaunliches erfahren.

Musik passiert im Kopf - denn außerhalb des Kopfes handelt es sich nur um wackelnde Luftmoleküle. / © HeRo/flickr

der Psychiater und Hirnforscher veröffentlichte u.a. das Buch »Musik im Kopf«. / © Uniklinik UlmProf. Manfred Spitzerder Psychiater und Hirnforscher veröffentlichte u.a. das Buch »Musik im Kopf«. / © Uniklinik Ulm 

Musik durchzieht unser Leben. Das beginnt morgens unter der Dusche, und endet abends beim Einschlafen. Manche hören sie nur nebenbei, manche singen lauthals mit, kurzum: Musik ruft in unzählbaren Momenten Reaktionen und Gefühle hervor – und bindet sogar Erinnerungen. Aber warum ist das so? Warum ist Musik, egal in welcher Form, ein so wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens? Was passiert in unserem Gehirn, wenn wir Musik hören oder machen? Und vor allem: warum machen wir das alles eigentlich?

Das haben wir jemanden gefragt, der sich mit genau dieser Frage wissenschaftlich auseinander gesetzt hat – den Psychologen und Hirnforscher Manfred Spitzer.

„Musik is´ eigentlich nur Luft und Gewackel.“
„Aber das ist doch Wahnsinn!“
„Nun, als Psychiater würd´ ich´s nicht Wahnsinn nennen.“