Musikzimmer | Band des Monats: OXO OHO

Lust auf Tanzmusik

20.12.2017

In ihren Songs werfen OXO OHO Beats, Gesang, Trompete, Loops und Synthies zusammen. Heraus kommt dabei deutschsprachiger Elektropop, der ein bisschen nach Neue Deutsche Welle klingt. Die Musikzimmer-Gäste haben per Voting entschieden: OXO OHO ist die Band des Monats.

Darf es ein bisschen Glitter sein? OXO OHO mögen schrille Outfits. Foto: Promo

Der eine trägt bei Konzerten Goldhose und einen Kopfschmuck aus Silber-Pailletten und schwarzen Federn. Der andere Zylinder und einen Leoprint-Overall. Frank Leichauer und Sebastian Piskorz aus Dresden alias OXO OHO mögen es bunt und schrill. Musikalisch kommen beide aus sehr unterschiedlichen Ecken.

Ich mache nebenbei viel Jazz und klassische Musik. Frank hat viel Grunge und Krautrockrock gespielt. Mit elektronischer Mukke hatten wir erstmal nichts am Hut.

Zittern vor 800 Leuten

Irgendwann hatten beide Lust, elektronische Tanzmusik zu machen. Und da Englisch nicht ihre Stärke ist, gibt’s eben deutsche Texte zu Alltagsbeobachtungen wie blassen Stubenhockern oder schrägen Gestalten in Gartenlauben. Einen ihrer ersten Auftritte hatten sie beim Festival L’abore, der war ein bisschen größer als ursprünglich geplant.

Wir sollten eigentlich nachmittags auf einer kleinen Bühne spielen. Zwei Stunden vorher hat uns der Booker angerufen und gesagt, dass wir um 21Uhr auf der Hauptbühne auftreten. Da standen wir vor 800 Leuten und ich hab gezittert und geschlottert. Aber es hat super geklappt.

In den nächsten Monaten werden OXO OHO Konzerte spielen, außerdem hoffen sie auf einen Auftritt beim Iceland Airwaves Music Festival. Mit dem Stück „Keine Panik“ haben sie in der Demoecke die meisten Sterne geholt und sind unsere Band des Monats.