Musikzimmer: Demoecke 02/18

Wählt die Musikzimmer-Band des Monats

21.02.2018

Im Musikzimmer bringen wir Newcomer ins Radio. Und ihr kürt unsere Band des Monats. Im Februar in der Demoecke: Yellow Bird, Flynn, Anger, Club Flor de Maio und Alter Kaffee.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm

Ihr habt uns eure Songs geschickt, wir haben uns alle angehört und fünf Favoriten ausgesucht, die wir in der aktuellen Folge des Musikzimmers vorstellen. Die Songs unterliegen nun dem Votum aller Musikzimmer-Gäste. Je mehr Sterne, desto besser die Band. Die Abstimmung läuft bis zum 16. März 2018, 15 Uhr.

Dann küren wir die Band mit der besten Bewertung zur Band des Monats – in der neuen Ausgabe vom Musikzimmer, am 21. März 2018 um 19.00 Uhr im Wortstream von detektor.fm. Ihr macht Musik und wollt eure Songs im Radio hören? Schickt uns eure Perlen per Mail an musikzimmer[at]detektor.fm.


Club Flor de Maio – Dreams

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Hanna Sikasa und Nadja Lea Letzgus alias Club Flor de Maio wohnen in Nürnberg, träumen aber heute von Brasilien und entführen morgen nach Afrika. Das Duo verbindet die warmen Klänge dieser Regionen mit poppigen Kompositionen. In ihren Songs verflechten sich die Stimmen der beiden Musikerinnen auf einzigartige Weise. Dazu begleiten sie sich mit Rhodes Piano und Kontrabass und schaffen einen klaren akustischen Sound. Das Debütalbum von Club Flor de Maio heißt „Laya“ und ist letzten Oktober erschienen.


Anger – Sunday Depression

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Anger erzählen von Liebe und Wut, und sie nennen das Hedonistenpop for Lovers. Nicht verwunderlich, denn auch Anger alias Nora Pider und Julian Angerer sind ein Paar. Sie kommen aus Südtirol, leben und musizieren aber in Wien. Im Sommer 2016 kaufte Nora Pider sich einen rosafarbenen Bass, und dann musste eben auch eine Band her. Mit verträumten Gitarren, treibenden Synthies und ihren eindrucksvoll harmonierenden Stimmen zelebrieren Anger sphärischen Dreampop. Inspiriert von einem Graffito haben sie erste EP heißt „Liebe & Wut“ genannt. Denn das sei die perfekte Beschreibung für ihr Leben.


Yellow Bird – The Robber

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Im amerikanischen Folk und Blues gibt es die Tradition des „Lachens um nicht weinen zu müssen“. Traurige Texte zu einem „happy Beat“ – dieser Tradition folgen auch Yellow Bird. Die Band um die Sängerinnen Manon Kahle und Lucia Cadotsch stammt zwar von verschiedenen Kontinenten, hat sich aber im Schmelztiegel Berlin zusammengefunden. Neben dem zweistimmigen Gesang erklingen bei Yellow Bird unter anderem auch Bassklarinette, Banjo, Gitarre und Schlagzeug. Sie kombinieren traditionellen Folk mit einer jazzigen Herangehensweise, das klingt leicht und frisch. Ihr zweites Album „Edda Lou“ erscheint im März.


Flynn – Golden

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Melodie, Euphorie und Melancholie – in diesem Dreieck bewegen sich Flynn aus Leipzig. Dahinter stecken die beiden Multi-Instrumentalisten Max und Tim. Ihre Musik kombiniert die tänzelnden Leichtigkeit von Two Door Cinema Club mit der dramatischen Schwere der Editors. Indiepop mit elektronischem Anstrich haben sich Flynn auf die Fahnen geschrieben. Erst vor ein paar Monaten haben sie ihren ersten Song „Golden“ veröffentlicht, der durch treibende Gitarren und sphärische Synthieflächen getragen wird. Jetzt folgt die erste EP namens „Colours“.


Alter Kaffee – Bauch Beine Po

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Es soll ja Leute geben, die sich nach einer Trennung nicht mit Eis und Schokolade vollstopfen, sondern ins Fitnessstudio gehen, um dem Ex-Partner zu zeigen, was er oder sie nun verpasst. So ticken offenbar auch die Mitglieder der Kasseler Studentenpop-Band Alter Kaffee. Ja, so heißen sie wirklich. In ihrem Song „Bauch Beine Po“ geht es um Trennung, aber nicht mit traurigen Klängen und düsteren Worten. Mit Wortwitz und Selbstironie nehmen Alter Kaffee die Hörer mit auf eine Reise durch Studentenkneipen und die Stamm-Pizzeria bis zum verstaubten Lauftrainer im Keller. Na dann: Sport frei!