Musikzimmer: Demoecke 07/17

Wählt die Musikzimmer-Band des Monats

26.07.2017

Im Musikzimmer bringen wir Newcomer ins Radio. Und ihr kürt unsere Band des Monats. Im Juli in der Demoecke: Helen Fry, Slow Bloomer, Jost H. Walter, Dingoes Ate My Baby und Fil der Protagonist.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm

Ihr habt uns eure Songs geschickt, wir haben uns alle angehört und fünf Favoriten ausgesucht, die wir in der aktuellen Folge des Musikzimmers vorstellen. Die Songs unterliegen nun dem Votum aller Musikzimmer-Gäste. Je mehr Sterne, desto besser die Band. Die Abstimmung läuft bis zum 11. August 2017, 15 Uhr.

Dann küren wir die Band mit der besten Bewertung zur Band des Monats – in der neuen Ausgabe vom Musikzimmer, am 16. August um 19.00 Uhr im Wortstream von detektor.fm. Ihr macht Musik und wollt eure Songs im Radio hören? Schickt uns eure Perlen per Mail an musikzimmer[at]detektor.fm.


Helen Fry – Plasticine

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Helen Fry alias Sarah Dudda kommt eigentlich aus Polen, wohnt aber schon lange in Berlin. Ihren Künstlernamen hat sie einem Song der amerikanischen New Folk-Band Felice Brothers zu verdanken, sie selbst fühlt ist aber in ganz anderen musikalischen Sphären zu Hause: Synthies, ein Hauch von R’n’B und Pop.
Schon als Kind hat Helen Fry Fagott gespielt, später dann mit Touchy Mob and Slow Steve. Als ausgebildete Industriedesignerin singt Helen Fry gerne über technologische Themen wie 3D-Drucker und Knetmasse. Ihre erste EP heißt „Future Light Cone“.


Dingoes Ate My Baby – Shelter

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Dingoes Ate My Baby sind ein Kollektiv von Musikern und Künstlern aus Sunnydale, CA und Leipzig. Sie spielen mit Geige, Gitarre, Kontrabass, Schlagzeug und Tape-Samples. Dabei heraus kommt flirrende, experimentelle Folkmusik frei von Klischees. In ihren Songs geht es um Da-Sein, Wiederkommen, Alltägliches und Nebensächliches. Die Konzerte von Dingoes Ate My Baby werden begleitet von psychedelischen Installationen aus Licht und Farbe. Der Fokus der Band liegt auf der Energie der Live-Situation, bei ihren Auftritten improvisieren sie gerne und spielen mit Grenzen und Formen.


Slow Bloomer – Delicate Apathy

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Die Mitglieder der Band Slow Bloomer sind auch in den Hardcorebands Reason To Care und Continents aktiv. Bei Slow Bloomer lassen sie es etwas ruhiger angehen: das Schlagzeug rumpelt gemäßigter, es wird gesungen, nicht geschrien. Slow Bloomer kommen aus Dresden, Leipzig und Berlin, in ihren Songs hört man 90er Grunge, Emo und Punk. Im März ist ihr Debütalbum „Nudity“ erschienen.


Jost H. Walter – Calligula Today

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Legendenalarm – Denn heute haben wir den Tom Waits Hessens in der Demoecke! Eigentlich heißt der Mann Jost H. Walter und ist schon seit 1999 auf den Bühnen Europas unterwegs. Jost H. Walter kommt aus dem Punkrock, er hat Straßenmusik gemacht und auch auf der Straße gelebt. Seine Songs sind zwischen Folk und Blues angesiedelt. Mit seiner Westerngitarre interpretiert er – neben Tom Waits – auch Songs von Johnny Cash und Kurt Cobain neu, und singt natürlich eigene Stücke. Das aktuelle Album von Jost H. Walter heißt „Bloodstained Lullabies“.


Fil der Protagonist – Supermann

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Dass Jazz und Rap sehr gut zusammenpassen wissen wir spätestens seit uns die Jazzkantine „55555 ist meine Nummer“ vorgesungen hat. Wem die Jazzkantine mittlerweile ein bisschen zu schnarchig geworden ist, der kann sich jetzt Fil der Protagonist anhören. Fil der Protagonist sind der Rapper & Psychologie-Student Felix Nitsch mit seinen drei Bandkollegen an Klavier, Bass und Schlagzeug. Nitschs Texte sind kryptische Beschreibungen introvertierter Gedankengänge, aber auch alltägliche Erkenntnisse. Im letzten Jahr haben Fil der Protagonist ihre Debüt EP „Die Verwandlung“ veröffentlicht.