Musikzimmer: Demoecke 10/18

Wählt die Musikzimmer-Band des Monats

17.10.2018

Im Musikzimmer bringen wir Newcomer ins Radio. Und ihr kürt unsere Band des Monats. Im Oktober in der Demoecke: Lichte, Paula Peterssen, Nausica, Fluz und komparse.

Das Neueste aus der Musikszene im deutschsprachigen Raum. Bild: detektor.fm

Ihr habt uns eure Songs geschickt, wir haben uns alle angehört und fünf Favoriten ausgesucht, die wir in der aktuellen Folge des Musikzimmers vorstellen. Die Songs unterliegen nun dem Votum aller Musikzimmer-Gäste. Je mehr Sterne, desto besser die Band. Die Abstimmung läuft bis zum 16. November 2018, 15 Uhr.

Dann küren wir die Band mit der besten Bewertung zur Band des Monats – in der neuen Ausgabe vom Musikzimmer, am 21. November 2018 um 19.00 Uhr im Wortstream von detektor.fm. Ihr macht Musik und wollt eure Songs im Radio hören? Schickt uns eure Perlen per Mail an musikzimmer[at]detektor.fm.


komparse – Die Kadetten marschieren für immer

komparse – Die Kadetten marschieren für immer

19 Stimmen, 1.42 durchschnittliche Bewertung (30% Ergebnis)

Eigentlich könnte Bodo von Zitzewitz auch unter seinem bürgerlichen Namen auftreten, er hat sich aber für komparse entschieden. Als komparse macht er aus reduzierten elektronischen Beats, E-Gitarrenakkorden und Synthieflächen melancholische Songs zwischen Singer-Songwriter und Indietronic. In seinen Texten erzählt von Zitzewitz von der Stadt Fulda, Systemangst oder vom Neuanfang. Seine Stimme klingt immer ein wenig brüchig und erinnert damit an Kollegen wie Gisbert zu Knyphausen oder Thees Uhlmann. Die neue EP von komparse heißt „Wir sind alle mal zu spät“.


Lichte – Die utopischen Wissenschaften

Lichte – Die utopischen Wissenschaften

34 Stimmen, 3.47 durchschnittliche Bewertung (69% Ergebnis)

Gleina (West) ist eine kleine Gemeinde im Burgenlandkreis im südlichen Sachsen-Anhalt. Hier – zwischen Dorfdisko, Bergbaufolgelandschaft und Weinanbaugebiet – bastelt die Band Lichte an ihren Indie-Schlager-Hits. Ihre ruhigeren Stücke erinnern an Gerhard Gundermann, die rockigeren an Ton Steine Scherben. In den Songs von Lichte geht es um Identität und die Erinnerung an die Sorglosigkeit von früher. In den Texten trifft genaue Beobachtungsgabe auf unverbrauchte sprachliche Bilder – sie sind mehr als nur eine Ergänzung zu eingängigen Melodien. Das aktuelle Album „Dekade“ haben Lichte als Buch mit Fotos des Zeitzer Künstlers Philipp Baumgarten veröffentlicht.


Fluz – Things have changed

Fluz – Things have changed

19 Stimmen, 1.84 durchschnittliche Bewertung (38% Ergebnis)

Die Augen schließen und sich treiben lassen, das kann man wunderbar machen zur Musik von Fluz. Dahinter stecken die Cellistin Nele Immer und der Pianist Nils Rabente. Früher haben sie in einer größeren Band auf Hochzeiten Coversongs gespielt, seit 2013 machen sie als Duo Musik. Die Kompositionen von Fluz sind improvisiert. Violoncello und Piano interagieren während des Spielens intensiv miteinander, jeder Auftritt ist einzigartig. Ihre Musik erinnert an Yann Tiersen oder Nils Frahm. Bislang haben Fluz zwei EPs veröffentlicht.


Nausica – Black & White

Nausica – Black & White

19 Stimmen, 1.74 durchschnittliche Bewertung (36% Ergebnis)

Nausica haben sich nach dem Anime-Film „Nausica aus dem Tal der Winde“ des japanischen Regisseurs Hayao Miyazaki benannt. So bunt wie ein Anime ist auch die Musik der Band. Mit Gitarre, Bass, E-Drums und Sängerin Edita Kakoschkas heißerer Stimme kreieren sie einen hypnotischen Sound zwischen Bat for Lashes und Warpaint. Seit 2013 machen Nausica gemeinsam Musik. Getroffen haben sich die vier Bandmitgleider in Arnheim. Heute leben sie in Berlin und Holland. Bislang hat die Band eine handvoll Singles veröffentlicht, derzeit arbeiten sie an ihrem ersten Album.


Paula Peterssen – Heb die Kiesel auf

Paula Peterssen – Heb die Kiesel auf

53 Stimmen, 4.13 durchschnittliche Bewertung (82% Ergebnis)

Eine Gitarre, eine Stimme, eine Geschichte – mehr braucht Paula Peterssen nicht für ihre Songs. Die Stücke der Dresdner Musikerin sind voller melancholischer Lebensfreude. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf den Texten, die sie wie Mosaike zusammensetzt. Sie lassen genug Raum – man hat den Eindruck die besungenen Gedanken schon einmal selbst gedacht zu haben. Im April ist die erste EP von Paula Peterssen erschienen, sie heißt „Heb die Kiesel auf“. Neben Gitarre und Gesang sind darauf auch verschiedene Gastmusiker zu hören, die mit Klavier oder Trompete Akzente setzen.