Plattenkoffer mit Epikur

Epikur kompilieren

05.04.2019

Eskapismus und Hedonismus sind tief verankert in der Clubkultur. Und genau das greifen unsere Plattenkoffer-Gäste im April in ihrem Künstlernamen auf: Epikur heißen sie. Der Name ist eine Hommage an den gleichnamigen griechischen Philosophen, der sich in seiner Lehre dem Lebensglück widmete.

Plattenkoffer mit Epikur

Italienischer House, Detroit-Electro und viel Percussions – der Plattenkoffer von Epikur.
(Collage: Detektor.fm)

Über 2.400 Jahre später steht Epikur für ein Duo, das seit acht Jahren fester Bestandteil der Hamburger House- und Techno-Szene ist. Hinter Epikur stecken die beiden DJs Eddie Ness und Cryptofauna. Zunächst waren sie Residents in den Clubs EGO beziehungsweise Der Stur. Mittlerweile prägen sie den Sound des PAL-Clubs, eine der besten Hamburger Adressen für ambitionierten Underground-Techno.

Angefangen hat alles mit einer auf eBay ersteigerten Kiste mit 150 zufälligen Platten. Mit der Zeit hat sich bei beiden ein eigener Sound herauskristallisiert, der verschiedene Nuancen von House, Oldschool-Electro und Techno zusammenbringt. Dabei reicht das Klangbild von deep bis dusty und wird angereichert mit breakigen, perkussiven und acid-tribalistischen Elementen. Auch auf Festivals wie der Fusion oder dem Melt waren Epikur schon live zu erleben.

Außerdem sind Epikur Teil des Hamburger Lehult-Labels, eine Plattform, die aus befreundeten Musikern besteht. Seit 2014 sind dort fast zwei Dutzend Vinyl-EPs erschienen. Auch Eddie Ness ist dort regelmäßig mit eigenen Tracks zu hören. Entweder solo oder gemeinsam mit dem Producer Liem.

Neben den Clubtracks schätzen Epikur experimentelle und ruhigere Musik. Das lässt sich deutlich aus ihrem Plattenkoffer-Set heraushören. Es beginnt kontemplativ und steigert sich langsam Richtung Peaktime für Special Dancefloors. Was sie dabei musikalisch besonders flasht, erzählen sie selbst im Mix.


Tracklist

1. Piero Umiliani – Dinamica In Tensione
2. Piero Umiliani – Dinamica In Tensione N. 2
3. Peter Giger – Inder Mezzo
4. Susumu Yokota – Secret Garden
5. Om Buschman – Hey Tata Gorem (Wolf Müller Edit)
6. Der Kleine Herr Jakob – Dans Le Foret
7. Space Drum Meditation – Tasteless Bit Of Cultural Appropriation
8. Rick 8 – Hypernotes Velocity
9. Reptant – Liquid Acrobatics
10. DJ Icey – The Fringe
11. BWL – Coro Delle V3
12. The Unseen – Not R Fault (Live Version)
13. Sisters Maso – Erotic Holidays Packet (Open Spaces Mix)
14. Panash – Cheval