Pop-Kultur | DJ Ipek über postmigrantische Perspektiven

„Männer unter sich“

Popmusik ist nach wie vor meist weiß, männlich und heterosexuell. İpek İpekçioğlu alias DJ Ipek fordert mehr Diversität in der Popkultur.

İpek İpekçioğlu, oder kurz DJ Ipek, gilt als die Erfinderin des Berliner Ethno House. Ihr Sound verbindet House mit Balkanfolk. Dazu kommt türkischer Psychedelic Funk mit Disko oder auch Elektro gemixt mit traditionell kurdischer Musik. Hauptsache sie bewegt sich außerhalb der gängigen Pop-Klischées. Vielfalt fordert sie nicht nur durch ihre Musik ein. İpek ist unter anderem Aktivistin beim Künstlernetzwerk Kanakwood. 

„Wir sind eine diverse Gesellschaft, und das wollen wir hörbar machen“

Die Musikbranche wird immer noch von weißen cis-Männern dominiert. Es gibt verschiedene Projekte, die für all diejenigen Raum schaffen wollen, die bis jetzt in der Popkultur unterrepräsentiert sind. Diese postmigrantische, queer-feministische Szene wächst zwar, sie ist aber noch nicht für die Allgemeinheit sichtbar.

Es gibt mittlerweile sehr, sehr viele Aktionen, nur das weiß man nicht. Oft sind wir unter uns. Ich fände eigentlich eine Öffnung und auch eine Thematisierung des Themas [wichtig]: Was macht Gender-Identität? Was macht kulturelle Identität? Was bedeutet das auch innerhalb der Musik? – İpek İpekçioğlu, DJ und Aktivistin

İpek legt nun seit mehreren Jahren bei der monatlichen HomOriental Party „Gayhane“ im Kreuzberger Club SO36 auf. Sie gehört zu den wichtigsten kulturellen Veranstaltungen der migrantischen LGBTQI+ Szene in Berlin.

Auf dem Pop-Kultur-Festival in der Berliner Kulturbrauerei hat İpek İpekçioğlu detektor.fm-Moderatorin Isabel Woop erzählt, was für sie postmigrantische Perspektiven sind, und was man leisten kann, um die Musikbranche vielfältiger zu gestalten.


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