detektor.fm-Session mit Sea Moya

Auf der Flucht vor dem Alltag

16.01.2019

Die Band Sea Moya ist stets auf der Suche nach was Neuem. Ihre Musik nehmen sie mal am baltischen Strand, mal in einer italienischen Berghütte oder in einem Studio in Montreal auf. Warum Sea Moya auf der Flucht vor dem Alltag sind und wie das ihre Musik verändert, erzählen sie in der detektor.fm-Session.

Sea Moya sind immer unterwegs. Warum, erzählen sie in der detektor.fm-Session. Foto: Kati Zubeck | detektor.fm

Band on the run

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Synthesizer und Gitarren, unzählige Effektgeräte und kilometerweise Klinkenkabel. So oder so ähnlich muss es bei der Band Sea Moya zugehen. Seit 2015 reisen die Mannheimer um die Welt, um an den abgelegensten Orten Musik zu machen. 2016 nehmen die Jungs eine EP auf einer Reise durch das Baltikum auf. Dann geht es weiter nach Norditalien, ins gut versteckte Dörfchen Falmenta. Dort entsteht das gleichnamige Debütalbum von Sea Moya. Auf der Platte vereint die Band Krauttradition mit Afrobeat, Funkelementen und minimalistischen Lyrics.

Wir sind immer auf der Suche nach was Neuem. Etwas, was uns auf ganz unterschiedlichen Ebenen inspirieren kann. So sind wir auf die Idee gekommen, uns in ein ganz neues Setting zu schmeißen, wenn wir Songs aufnehmen. Sei es in den baltischen Staaten am Strand oder in der italienischen Hütte. – David Schnitzler von Sea Moya

Studio Rustico

Für die Produktion von „Falmenta“ haben es sich Sea Moya in einem Rustico in den Bergen gemütlich gemacht. Dabei sind die traditionellen italienischen Steinhütten nicht unbedingt dafür gebaut, um den perfekten Studiosound zu kreieren. Woran andere Bands womöglich scheitern würden, meistern die Mannheimer allerdings mit Kreativität.

Wir versuchen, mehr aus dem Instrument rauszuholen, statt krasse Aufnahmetechnik zu haben. Uns passiert das total oft, dass wir naiv an so eine Sache rangehen. Dann müssen wir uns der Situation stellen. Und dann passiert oft was ganz Gutes. Zum Beispiel haben wir nie wieder so einen Drumsound hinbekommen wie in diesem Stein-Wohnzimmer. – Sea Moya

Für Sea Moya ist die Reise noch lange nicht vorbei. Mittlerweile wohnt die Band geschlossen in Montreal in Kanada. Warum es die Band nach Nordamerika gezogen hat, haben Sea Moya detektor.fm-Moderator Philipp Weimar erzählt. Außerdem spielen sie eine entschleunigte Version von „Purple Days“ und grooven in „Blown“  zu einem live gespielten Drumcomputer-Beat.